Veröffentlicht am 1 Kommentar

5 Dinge, die man vor dem Umzug ins Ausland wissen muss

Umzugskartons

Ein Umzug an sich ist schon mühsam genug. Ein Umzug ins Ausland ist zusätzlich um einiges komplexer. Mehr kann schiefgehen. Hinzu kommt, dass man in der Regel relativ wenig Erfahrung mit internationalen Umzügen hat und sich deshalb auf Speditionen verlassen muss.  Umzugsunternehmen – aber auch Arbeitgeber – halten manche wertvolle Information gerne zurück und nutzen dieses Unwissen aus. Deshalb gibt es hier 5 Dinge, die man vor einem Umzug ins Ausland wissen muss.

1 – Umzugsunternehmen haben kaum Stammkunden

Die meisten Menschen ziehen eher selten um. Für Umzugsunternehmen bedeutet das: Kundenbindung ist unwichtig, Neukunden müssen her. Diese wiederum haben wenig Erfahrung mit Umzügen – insbesondere mit Umzügen ins Ausland. Es ist sehr schwierig einzuschätzen, welches Unternehmen wirklich gut ist. Onlinebewertungen sind nur bedingt verlässlich. Die Differenzierung findet meistens über den Preis statt – auf Kosten der Servicequalität. Der Kunde kommt ja sowieso nicht wieder. Ein höherer Preis ist allerdings auch kein Beleg für höhere Qualität. Auch wenn der Preis eher teuer sein mag, kann ein Umzugsunternehmen, das der Arbeitgeber empfiehlt, die Lösung sein. In diesem Fall besteht für das Umzugsunternehmen die Aussicht auf Anschlussaufträge bzw. bei schlechter Leistung das Versiegen eines Kundenstroms. Generell gilt: wer ohne Besichtigung der Wohnung ein Angebot schickt, ist unseriös.

2 – Speditionen sind oft nur Agenturen

Der Konkurrenzkampf ist hart, deshalb sparen Umzugsunternehmen wo immer es geht – insbesondere bei den Fixkosten. Festangestelltes Personal ist ein Risiko. Die Internationale Logistik – Container und Schiffspassage – übernimmt der Anbieter vielleicht noch selbst. Für die körperliche Arbeit greift man auf Freelancer zurück. Oft wird auch der komplette Job outgesourct. Als Kunde merkt man das erst, wenn etwas nicht funktioniert: die Packer erscheinen nicht zum vereinbarten Termin oder das Einpacken dauert viel länger als geplant. Ruft man beim Umzugsunternehmen – also bei dem Unternehmen mit dem man ein Vertragsverhältnis hat – an, dann müssen die erst bei ihrem Subunternehmer nachfragen. Und der wiederum beim Freelancer. Kommunikationschaos ist vorprogrammiert – besonders dann, wenn zwischen all den Beteiligten unterschiedliche Konditionen ausgemacht wurden.

3 – Umzug ins Ausland – besser am Monatsanfang

Mietverträge werden zum Monatsende gekündigt. In den Tagen vorher haben Umzugsunternehmen alle Hände voll zu tun. Lastwagen sind knapp, Packer hetzten von einem Auftrag zum nächsten, die eingeplante Zeit ist viel zu knapp bemessen. Es kommt schon mal vor, dass mehr Umzüge angenommen werden, als tatsächlich abgearbeitet werden können. Ein paar Tage später (oder früher), am Monatsanfang wollen deutlich weniger Leute umziehen. Die Situation ist viel entspannter.

4 – Die Richtung bestimmt den Preis

Der Welthandel verläuft größtenteils von Ost nach Europe bzw. Nordamerika. In der Praxis bedeutet das, dass Container leer in Richtung Asien transportiert werden. Das macht Umzüge in diese Richtung – zum Beispiel von Europa in die Expat-Metropolen Dubai oder Singapur – relativ günstig. Die böse Überraschung kommt dann beim Umzug zurück ins Heimatland. Der kann dann schnell mal doppelt so teuer werden. Aber an den Umzug zurück denkt man ja bei der Ausreise noch nicht.

Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, wenn der Arbeitgeber den Umzug ins Ausland zahlt und man einige Jahre später für die Rückkehr nach Deutschland selbst zahlen muss.

5 – Umzugsgut versichern

Was passiert eigentlich, wenn der Container nicht ankommt, oder der Inhalt beschädigt wird? Jetzt kommt es auf das Kleingedruckte des Transportauftrags an. Oft ist der Container bis zum Gesamtpreis des Umzugs versichert. Beim Totalverlust reicht das nicht mal annähernd an den Wert des Umzugsguts heran. Deshalb gibt es Zusatzversicherungen, die auch den tatsächlichen Wert der transportierten Gegenstände abdeckt. Günstig sind die allerdings nicht. Bei Schäden kann man sich auf ein längeres Hin und Her mit der Versicherung einstellen. Der teure Designertisch ist total zerkratzt? Aber er steht ja noch und man kann auch noch daran essen. „Aus Kulanzgründen können wir Ihren 100 Euro als Entgegenkommen anbieten.“ Geduld zahlt sich jetzt aus. Man sollte nicht das erste Angebot der Versicherung annehmen, sondern hartnäckig verhandeln.

1 Gedanke zu „5 Dinge, die man vor dem Umzug ins Ausland wissen muss

  1. Viele gute Tipps, die es nicht nur bei einem Überseeeumzug, bzw. Umzug ins Ausland zu beachten gilt, sondern auch bei einem normalem Umzug.

    Danke!
    Gruß

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.