7 emotionale Phasen des Expat Lebens [Infografik]

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Expat Phasen

Das Leben als Expat ist eine Achterbahnfahrt der Emotionen. So durchläuft man als Expat Phasen voller Glücksgefühle, aber auch Phasen, in denen man einfach nur genervt ist. Interessanterweise verläuft dieser Zyklus bei vielen Expats gleich.

7 emotionale Phasen des Expat Lebens

1 – Kribbeln im Bauch

Es ist fast ein bisschen wie verliebt sein. Plötzlich liegt ein Angebot für einen Job im Ausland auf dem Tisch. Manchmal kommt dieses Angebot völlig aus dem Nichts. Doch selbst wenn man den Schritt ins Ausland bereits angestrebt hat, bleibt kaum jemand cool, wenn es konkret wird. Soll ichs wirklich machen, oder lass ichs lieber sein? Die Entscheidung, ob man das Angebot annehmen möchte, setzt noch einmal Zweifel frei. Aber auch eine spannende Erwartung, die mit jedem Aufbruch verbunden ist.  Das Abenteuer beginnt – auch emotional.

2 – Vorfreude

Der Expat-Arbeitsvertrag ist unterschrieben und die konkrete Vorbereitung beginnt. Es gibt unglaublich viele Dinge zu erledigen (siehe auch: Checkliste: 7 Dinge, die man vor der Ausreise erledigen muss und Checkliste Umzug ins Ausland). Je näher der Umzugstermin rückt, desto weniger kann man es erwarten. Ein bisschen fühlt man sich wie ein Kind vor Weihnachten. Allerdings mischt sich auch eine kleine Prise Melancholie dazu. Schließlich lebt man bald weit entfernt von seinen Freunden. Aber dann überwiegt doch die Vorfreude auf die neue Aufgabe und die spannende neue Umgebung.

3 – Euphorie

Die Koffer sind noch nicht richtig ausgepackt, der Container ist noch unterwegs und die Stimmung wandelt sich in pralle Euphorie. Zunächst ist man mehr Tourist als jemand, der in dieser Stadt wohnt. Man erkundet die neue Heimat, macht Sightseeing Touren, richtet sich den Schreibtisch ein. Nach der Ankunft entwickelt sich ein positiver Kulturschock. Man ist aufgeschlossen gegenüber allen neuen Eindrücken und liebt die lokale Küche. Innerhalb weniger Wochen bekommt man Besuch von vielen Freunden von zuhause und zeigt ihnen stolz, wo und wie man jetzt lebt. Alles ist einfach super.

4 – Frustration

Nach einiger Zeit schlägt die Euphorie ins Gegenteil um. Die Wohnungssuche zieht sich in die Länge, die Behörden nerven und auch hier gibt es einige Kollegen, die man nicht ausstehen kann. Man arbeitet viel, stößt auf kulturelle Widerstände und kommt deshalb nicht so schnell voran, wie man dachte. Es ist ziemlich schwierig Freunde zu finden. Gleichzeitig fühlt sich der Ehepartner vernachlässigt. Schon wieder kommt Besuch aus der Heimat – langsam nervt es. Schon wieder die Tour durch die gleichen Sehenswürdigkeiten. Dass mancher Expat Phasen von Heimweh erlebt, macht die Situation auch nicht besser. Wäre ich doch zuhause geblieben.

5- Langeweile

Der Alltag macht sich breit. Was vor einiger Zeit noch spannend war ist jetzt Normalität. Man hat sich an die kulturellen Unterschiede gewöhnt. Die Probleme im Arbeitsleben sind auch die gleichen wie überall. Und Besuch von zuhause kommt schon lange nicht mehr. Wenigstens gehts demnächst in den Urlaub. Man muss einfach mal raus hier. Dieses mal geht es nicht nach Deutschland, sondern in ein Land in der Umgebung.

6 – Ernüchterung

7 – Heimatlosigkeit

Willkommen zuhause. Aber ist das hier überhaupt noch zuhause? Die Zeit hier ist nicht stehen geblieben, als man weg war. Keiner hat auf dich gewartet. Die beste Freundin hat jetzt eine andere beste Freundin. Der eine oder andere Kollege ist neidisch, weil man in seiner Karriere schneller vorangekommen ist. Nach der Rückkehr nach Deutschland durchläuft man als (nunmehr ehemaliger) Expat einen umgekehrten Kulturschock mit Phasen von Euphorie und Frustration. Irgendwie zieht es einen auch wieder ins Ausland. Je lønger man weg war, desto størker ist der Effekt. Vielleicht besucht man im nächsten Urlaub sogar Freunde, die noch dort leben, wo man bis vor kurzem auch noch gewohnt hat. Und schürt so nur Heimweh nach dem Ausland. Viele Expats machen die Erfahrung, dass die Rückkehr nach Hause der schwierigste Umzug ist. Und so manchen hält es nicht lange zuhause.

All diese Phasen und Emotionen sind Teil der Expat- bzw. Auslandserfahrung. Man sollte sich nicht dagegen wehren sondern sie annehmen. In Summe tragen sie dazu bei, dass man als Persönlichkeit wächst und auf ein breites Spektrum an Lebenserfahrung zurückgreifen kann.

Expat in Los Angeles, Dubai und Kopenhagen.

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