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Was kostet ein Auslandsumzug?

Leben unter Palmen - Was kostet ein Auslandsumzug?

Pauschal lässt sich die Frage „Was kostet ein Umzug ins Ausland“ schwer beantworten. Deshalb einige Vergleichswerte für die Kosten eines Auslandsumzug aus unserer Vergangenheit bzw. von Freunden.

  • 3-Zimmer-Wohnung von München nach Dubai: 7.000 Euro
  • 3-Zimmer-Wohnung von Dubai nach Kopenhagen: 10.000 Euro
  • 4-Zimmer-Wohnung von Kopenhagen nach Frankfurt: 3.200 Euro (+ jede Menge Ärger mit der Umzugsfirma).
  • Kleines Haus von Seattle nach München: 30.000 Euro

Nicht inbegriffen sind dabei Kosten für Renovierungen, Malerarbeiten, Doppelmiete, etc.

Folgende voneinander unabhängige Faktoren beeinflussen die Kosten eines Auslandsumzugs:

Entfernung zwischen Start und Ziel

Selbstverständlich macht es einen Unterschied, ob man nur von Freiburg ins französische Colmar oder von Rosenheim nach Brasilia plant. Bei Umzügen über Land hängt dieser Kostenpunkt schlicht von der Entfernung zwischen den beiden Orten an. Entscheidend bei Übersee-Umzügen sind:

  • Entfernung von der Startwohnung zum Hafen
    Teilweise kommt hier ein LKW zum Einsatz. Neben den Kosten für den Fahrer, schlagen hier Maut, Diesel und sonstige Betriebskosten zu buche. Teilweise wird hier aber auch auf die Bahn umgeladen.
  • Entfernung von Start- und Zielhafen
    Diese Strecke macht zwar den größten Teil der Gesamtentfernung aus, der ist der Anteil an den Gesamtkosten ist allerdings deutlich geringer. Auf ein paar hundert Kilometer kommt es hier nicht an. Wichtiger ist die Richtung, in die der Transport geht (siehe auch 5 Dinge, die man vor dem Umzug wissen muss).
  • Entfernung vom Hafen zur Zielwohnung
    Analog zur ersten Etappe. Zu Bedenken ist allerdings die Frage wie es um die Straßenzustände bzw. Infrastruktur im bestellt ist.

Volumen des Umzugsguts

Bei Übersee-Umzügen gibt es im Prinzip nur 20 oder 40 Fuß Container. Zollbehörden erlauben es in der Regel nicht, die Kosten mit Hilfe von Beiladung zu reduzieren. Anders sieht es bei Umzügen über Land aus. Hier gibt es verschiedenste LKW-Größen und die Möglichkeit, mehrere Umzüge auf einen Transport zu laden. Wenn es nicht super schnell gehen muss, kann man so Kosten sparen.

Wichtig ist, dass man das Volumen vor Angebotserstellung von einem Mitarbeiter der Spedition besichtigen lässt. Auf dieser Basis kann der Experte das Volumen errechnen. Man selbst verschätzt sich leicht. Es ist definitiv kein Spaß, wenn der Container voll ist und die Hälfte der Kisten noch davorstehen. Kommt es trotz Berechnung durch den Speditionsmitarbeiter dazu, kann man die Spedition in die Pflicht nehmen. Bei einem Auslandsumzug will man schließlich wegen ein paar Euro Ersparnis kein Risiko eingehen. (siehe auch: Checkliste Auslandsumzug)

Aufwand für das Ein- und Auspacken bzw. Ab- und Aufbauen

Kann ich das nicht selbst machen? Nur teilweise. Selbstverständlich kann man die Kosten für einen Auslandsumzug reduzieren, indem man einzelne Möbel schon zerlegt. Allerdings ist absolut davon abzuraten, Umzugsgut selbst zu verpacken. Erstens haben Speditionen das richtige Material und die nötige Erfahrung das Umzugsgut zu schützen – nicht nur vor Kratzern sondern auch vor salziger Meeresluft. Zweitens vermeidet man so (Rechts-)Streitereien, wenn es trotzdem Transportschäden gibt. Und drittens stellen Speditionen auf diesem Weg auch sicher, dass sie nichts Verbotenes transportieren: Handelswaren, Waffen, Lebensmittel, Drogen, Chemikalien, … und bei Umzüge in muslimische Länder auch Kruzifixe. Ein entscheidener Faktor diese Kostenpunkts ist das Lohnniveau im Zielland.

Zugang zu Start- und Zielwohnung

Fünfte Etage. Ohne Lift. Enges Treppenhaus. Der Alptraum für jeden Möbelpacker. Und natürlich auch ein Kostentreiber für den Umzugskunden. Wenn es dann für den Lastwagen keine direkte Zufahrt zur Haustüre gibt oder der Container erst gar nicht in das Wohngebiet fahren kann, dann wird es richtig teuer. Gleiches gilt natürlich auch für die Zielwohnung. Die ist allerdings oftmals vor der Ausreise noch nicht bekannt. Dann rechnet die Spedition ein Risikofaktor mit ein.

Versicherungen

In der Regel sind Transporte standardmäßig über die Haftpflicht der Spedition bzw. ihrer Subunternehmer versichert. Sicherheitshalber sollte man an der Stelle natürlich genau nachfragen. Oft stellt sich dann heraus, dass die Deckungssumme gedeckelt ist, Und zwar auf den Betrag, den man als Kunde ans Umzugsunternehmen zahlt. Der Wiederbeschaffungswert der Umzugsgüter ist natürlich um ein vielfaches höher. Ein Totalverlust – wenn zum Beispiel der Lastwagen abbrennt, oder das Schiff sinkt – ist also bei weitem nicht abgedeckt. Dafür gibt es zusätzliche Versicherungen, die in der Regel mit einem dreistelligen Betrag zu Buche schlagen.

Flugcontainer

Schiffe sind langsam, Flugzeuge schnell. Braucht man einen Teil seines Umzugsguts innerhalb weniger Tage, dann kann man dafür einen Flugcontainer nutzen. Allerdings liegen die Kosten um ein Vielfaches über denen eines Seecontainers. Trotzdem kann sich diese Investition lohnen. Beispielsweise erleichtert es kleinen Kindern das Einleben in der neuen Umgebung enorm, wenn sie dort von Anfang an ihr vertrautes Bett oder ihr Spielzeug haben.

Zwischenlagerung

Viele Expats können erst nach der Ankunft im Ausland eine Wohnung bzw. ein Haus suchen. Die ersten Wochen nach dem Auslandsumzug sind dann meistens sehr hektisch und es dauert bis man etwas passendes gefunden hat. Wenn der Container schon vorher ankommt, muss er für eine gewisse Zeit geparkt werden. Für einige Tage geht das meistens kostenlos. Bei Standzeiten von einem Monat oder länger fallen allerdings Kosten an, die auch vorher nicht eingeplant sind.

Aufwand für Zollformalitäten

Zwar entsteht für privates Umzugsgut in den meisten Ländern keine Einfuhrzoll. Trotzdem berechnet die Zollbehörde Bearbeitungsgebühren. Nicht selten muss die Spedition einen Agenten als Kontaktperson für die Behörde bereitstellen.

Insgesamt ist es sinnvoll, mit einem Umzugsunternehmen einen Pauschalpreis zu vereinbaren. Dann gibt es am Ende kein böses Erwachen, wenn die Rechnung kommt. Eventuell ist es auch eine sinnvolle Option, den eigenen Hausrat einzulagern und in eine möblierte Wohnung zu ziehen.

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9 Gadgets, die man als Expat braucht

Gadgets für Expats

Im Laufe der Jahre habe ich bei vielen meiner Expat-Freunde immer wieder die gleichen Gegenstände gesehen. Gegenstände, die das Expat-Leben erleichtern oder angenehmer Gestalten. Gegenstände, die sich als praktisch erwiesen haben – vor allem wenn man oft im Flugzeug unterwegs ist.

1 – Reiseorganizer mit RFID Schutz

Visum, Reisepass, Kreditkarte, Flugticket, goldene Vielfliegerkarte, eGate-Karte – alles griffbereit und vor allem RFID-geschützt. Expats wissen gerade diese Funktion zu schätzen. In vielen Ländern ist der Diebstahl von elektronischen Ausweis- und Kreditkartendaten eine deutlich größere Gefahr als zuhause. Stellt sich nur die Frage: lieber schick in Leder oder wasserdicht in einem robusteren Material

2 – Cabin Max Rucksack

Koffer einchecken oder reicht Handgepäck? Wer die maximal erlaubte Handgepäckdimensionen optimal ausnutzt, kann langes, nerviges Warten am Gepäckband vermeiden. Und bei Heimatbesuchen kommt es sowieso darauf an, möglichst viel transportieren zu können.

3 – Noise Cancelling Kopfhörer

Nicht nur Vielflieger kennen das Gefühl, nach einem Flug wie total gerädert zu sein. Das liegt nicht nur am Jetlag, sondern auch an der Geräuschkulisse im Flugzeug. Abhilfe schaffen Noise Cancelling Kopfhörer. Wichtig ist, dass sich der Kopfhörer auch mit einem Kabel betreiben lässt. Sonst darf er während des Flugs nicht genutzt werden. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Bose QuietComfort 25 gemacht.

4 – Kompressionsstrümpfe

Langes Sitzen im Flieger ist eine Tortur für die Venen. Und macht schläfrig und träge. Denn Blut, das in den Beinen hängt, kann keinen frischen Sauerstoff ins Hirn transportieren. Erstaunlicherweise wirken Kompressionsstrümpfe fast genauso gut wie die oben genannten Kopfhörer. Noch besser wirkt beides zusammen.

5 – Spiegelreflexkamera

Wer eine Reise tut, hat etwas zu erzählen. Und Bilder sagen mehr als tausend Worte. Natürlich will man die spannende Zeit im Ausland auch im Bild festhalten. Auch von Urlaubsreisen in die Nachbarländer soll es tolle Fotos geben. Schade, wenn die Bilder davon mit einer eher schlechten als rechten Handykamera oder Touristenknipse geschossen werden. Die Investition in eine gute Spiegelreflexkamera wie der Nikon D7100 lohnt sich. Und wer Spaß am Fotografieren hat, gönnt sich am besten auch gleich Zoom, Weitwinkel und Festbrennweitenobjektiv.

6 – Internet Radio

Internet Radios sind die Weltempfänger des 21. Jahrhunderts. Mit ihnen lässt sichein kleines Stück Heimat ins Ausland bringen. Klar. Ein Laptop tuts theoretisch auch. Aber ein richtiges Radiogerät – zB ein Grundig Cosmopolit – wirkt irgendwie anders. Vielleicht deshalb weil ein wenig den Charme eines Weltempfängers versprüht. Auf der Liege am Pool, ein kaltes Bier und dazu die ARD Bundesliga-Konferenz. Unbezahlbar.

7 – Kindle

Wer auch im Ausland nicht auf deutschsprachige Literatur verzichten möchte, kommt um einen e-Reader kaum herum. Der Amazon Kindle Paperwhite bietet nicht nur eine enorme Auswahl an Büchern, sondern überzeugt auch mit einem angenehmen, augenfreundlichen Bild. Und mit 3G ausgestattet, liefert er das neuste Buch des Lieblingsautors sogar auf nahezu jede einsame Insel.

8 – Tresor

Maid, Reinigungskräfte, Handwerker, Babysitter – als Expat macht man schnell die Erfahrung, dass häufig fremde Personen in der eigenen Wohnung sind. Doch  man kann nicht immer zuhause sein und sie beaufsichtigen. Wichtige Dokumente, Bargeld und Schmuck gehören deshalb in einen Safe. Damit Gelegenheit keine Diebe machen kann, lohnt es sich, vor der Ausreise einen Tresor zu kaufen und mit zu verschiffen.

9 – SKROSS Adapter

Andere Länder, andere Stecker. Um seine elektrischen Geräte im Ausland zu betreiben, braucht man passende Adapter. Gerade bei teuren Geräten wie Fernseher, Computer oder Thermomix bzw. Maschinen mit hoher Leistungsaufnahme wie Waschmaschine und Trockner empfiehlt es sich, auf die Qualität des Adapters zu achten und nicht an der falschen Stelle zu sparen. Skross bietet Adapter für nahezu alle Länder an und überzeugt mit hoher Qualität. Am besten, man bestellt sie noch vor dem Umzug und nimmt lieber einen zu viel als zu wenig.

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Wie bekomme ich einen zweiten Reisepass?

Zweiter Reisepass

Eigentlich darf man nur einen gültigen Reisepass besitzen. Eigentlich muss man seinen alten Reisepass entwerten lassen oder als verloren bzw. gestohlen melden, bevor man einen neuen erhält. Naja, eigentlich …

Denn unter gewissen Bedingungen gilt das nicht für Expats. Ein zweiter Reisepass ist manchmal geradezu lebenswichtig: z.B. Expats für im Mittleren Osten, deren Job Reisen in miteinander verfeindete Länder erfordert. Unter solchen Umständen können Expats einen Zweitpass beantragen. Dafür benötigt man:

  • seinen gültigen Reisepass
  • ein biometrisches Foto
  • einen Nachweis dafür, dass man den zweiten Pass wirklich braucht. Am besten, man hat ein Schreiben seiner Firma dabei, das möglichst detailliert erläutert, warum man den Antrag stellt
  • eine EC-Karte

Damit geht man zur Passstelle seiner Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung. Dort muss dann nochmal selbst eine mündliche Begründung vortragen. Und weil’s so schön war auch nochmal handschriftlich auf einem Formular. Wenn der Beamte mit der Begründung einverstanden ist, geht der Antrag samt Passbild an die Bundesdruckerei.

Die Bearbeitung dauert 4 – 5 Wochen und kostet 60 Euro. Gegen eine Zusatzgebühr von 32 Euro kann man die Wartezeit aber auch auf 6 Arbeitstage reduzieren. Gültig ist der Zweitpass dann für 6 Jahre.

Jetzt muss man nur noch darauf achten, auf Reisen den jeweils richtigen Pass mitzunehmen. Wenn der falsche Stempel im falschen Reisepass landet, war der ganze Aufwand umsonst.

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Mit der Lizenz zum Trinken

Alkohol Lizenz

Meine britische Kollegin ist entsetzt. „Wie? Du bist jetzt schon fast eine Woche hier und HR hat den Antrag für die Alkohol Lizenz noch immer nicht unterschrieben? Im Ernst jetzt? Die spinnen doch! Ich geb‘ dir mal die Nummer vom Schwarzmarkt-Johnny“.

Chef, ich brauch ’nen Drink

Ja, richtig gelesen: die Personalabteilung muss unterschreiben, dass man Alkohol trinken darf – zumindest, wenn man als Expat in Dubai lebt. Wie bei vielen Dingen – beispielsweise Führerschein oder Bankkonto – braucht man für die Alkohol Lizenz die Zustimmung seines Visa Sponsors. Und das ist nun mal in den meisten Fällen die Firma, für die man arbeitet. Kaum angekommen geht man also zur Personalabteilung und gibt den Kollegen dort zu verstehen, dass man unbedingt an Alkohol kaufen möchte. Selbstverständlich muss man noch mehrfach nachhaken und klarstellen, dass der Durst langsam unerträglich wird.

Alkohol einkaufen in Dubai

Für Muslime ist Alkohol streng verboten. Das „Einkaufserlebnis“ ist entsprechend abenteuerlich. Es gibt zwei Liquer-Store Ketten: „mmv“ und „african+eastern“. Ihre Geschäfte sind gut versteckt und meist nur über die Parkhäuser von Malls zugänglich. Die Eingangstüren lassen vermuten, dass man dahinter eher die Werkzeuge des Hausmeisters oder Feuerwehrausrüstung befinden. Es gibt keine Fenster, keine Logos, keine Werbung. Die Läden haben etwas Verruchtes, das zuhause eher Etablissements im Rotlichtviertel haben.

Im neonbeleuchteten Inneren gibt es auch ca. 100 Quadratmetern dann allerdings eine ganz ordentliche Auswahl. Vom niederländischen Dosenbier bis zum edlen Champagner gibt es praktisch alles, was geneigte Trinker sich wünscht: Beefeater aus England, Smirnoff aus Russland, Cobra Bier aus Indien, Sherry aus Jerez, Arogoshi aus Japan, Zacapa aus Guatemala, Sauvignon Blanc aus South Africa. Und Weissbier aus München.

Sechs Flaschen Paulaner kosten ungefähr 15 Euro – plus 30% Steuer. Auf der Karte, die man bei jedem Einkauf vorlegen muss, ist ein Spend-Limit hinterlegt. Maximal 5% des eigenen Einkommens darf man pro Monat für Alkohol ausgeben.  Für eine größere Party muss man eventuell schon mal ein bisschen Bunkern.

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16 Benefits, die Expat-Arbeitsverträge enthalten können

Expat Arbeitsvertrag

Die Arbeitsverträge vieler Expats enthalten Benefits und Zusatzleistungen, die das Expat-Leben attraktiv machen. Allerdings bietet die nicht jeder Arbeitgeber von sich aus an. Im Falle einer Entsendung gibt es tendenziell mehr dieser Benefits als bei einem lokalen Vertrag. Mit etwas Verhandlungsgeschick (und abhängig von Einsatzland und Vertragsform) kann folgende Benefits erhalten bzw. im Expat-Arbeitsvertrag verankern lassen.

1 – Vorbereitungsseminar oder Coach

Nicht zuletzt dieser Blog zeigt, wie vielschichtig die Umstellung auf das Leben als Expat ist. Man hat eine Vielzahl von Fragen. Und es gibt Themen – insbesondere im interkulturellen Bereich – deren Relevanz und Bedeutung einem noch gar nicht klar ist. Vorausschauende Unternehmen investieren deshalb in die Vorbereitung ihrer zukünftigen Expats – und ihrer Familien.

2 – Look & See Trip

Vor Antritt der Expat-Stelle im Ausland ist ein Look & See Trip für alle Familienmitglieder, die mit umziehen sollen, unbedingt zu empfehlen. Und zwar unabhängig davon, wie gut man das zukünftige Wohn- und Arbeitsland kennt. Nach dieser etwa einwöchigen Reise, sollte es die Möglichkeit geben, die Entscheidung für den Auslandseinsatz zu überdenken und schlimmstenfalls abzulehnen. Ein schnelles Ende mit Schrecken kann nicht nur den sprichwörtlichen Schrecken ohne Ende, sondern auch hohe Kosten, die sich nicht rentieren, verhindern. Selbstverständlich lässt sich der Aufenthalt auch nutzen, um beispielsweise zukünftige Kollegen zu treffen, Projekte vorzubereiten und mögliche Wohnquartiere zu erkunden.

3 – Organisation des Umzugs oder Kostenpauschale

Die Erfahrung aus Umzügen ins Ausland und zwischen Expat-Stationen zeigt: es schont die Nerven, wenn sich ein Profi darum kümmert. Große Unternehmen mit vielen Expats haben eigene Abteilungen, die die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Speditionen organisieren. Alternativ zahlt das Unternehmen entsprechende Kosten entweder pauschal oder über eingereichte Rechnungen an den Expat aus. Bei pauschaler Abrechnung ist zu überlegen, ob das Budget tatsächlich für einen Umzug des Hausrats oder für die Einlagerung im Heimatland und/oder neue Möbel im Ausland genutzt wird. Ein Detail wird oft vergessen: wie sieht es mit dem Umzug zurück aus?

4 – Relocation Service

In den ersten Wochen nach dem Umzug stehen viele Behördengänge an und es gibt viele Dinge zu organisieren. Ein Relocation Service stellt einen vertrauten Begleiter zur Verfügung, der weiß, wie und wo man Visa- und Ausweisdokumente beantragt, verpflichtende Medizinchecks durchführt und Führerscheine umschreibt. Außerdem hilft der Relocation Service bei der Auswahl von Häusern bzw. Wohnungen, bei der Organisation von Besichtigungsterminen und beim Abschluss von Mietverträgen. Vorteil für das Unternehmen ist dabei, dass sich der Mitarbeiter mit möglichst wenig Ablenkung auf seinen Job konzentrieren kann.

5 – Boarding House oder Übergangswohnung

Dass der Arbeitgeber für einige Tage, Wochen oder gar Monate die Kosten für eine temporäre Wohnung übernimmt, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Spannend wir es hier, wenn es um Größe, Ausstattung und Dauer geht. Während Singles gerade in den Anfangswochen oft geringe Ansprüche an die Wohnung haben – man arbeitet zu Beginn oft sehr viel – benötigen Expats mit Familie eine Wohnung, in der sich die Familie wohlfühlt. Wohn- und Kinderzimmer sind wichtig, eine gut ausgestattete Küche ist beinahe noch wichtiger. Ansonsten droht leicht zu Stress und Streit in der Familie, was nicht gerade zu einem guten Start in den neuen Job beiträgt. Andererseits – je kleiner, unbequemer und unpraktischer, desto mehr ist der Mitarbeiter motiviert, schnell eine passende Bleibe auf eigene Kosten zu finden.

6 – Miete oder Housing Allowance

Auch über den Anfangszeitraum hinaus ist es nicht unüblich, dass der Arbeitgeber entweder die Miete für Haus oder Wohnung bis zu einem bestimmten Betrag übernimmt oder alternativ eine Mietpauschale auszahlt. Die erste Variante ist zwar das Sorglos-Paket, das den Expat auch bei drastischen Mieterhöhungen entspannt sein lässt. Die zweite Variante bietet allerdings auch die Möglichkeit, einen Teil der Pauschale zu sparen oder für andere schöne Dinge zu verwenden. In Metropolen wie Tokio oder New York sollte man sich die gleichen Gedanken über Parkplätze machen. Da es sich bei Mietzuschüssen um einen Gehaltsbestandteil handelt, solle man diese Zahlung im Expat-Arbeitsvertag verankern.

7 – Car Allowance, Firmenwagen (evtl. mit Fahrer)

In der Regel ist es nicht sinnvoll, das eigene Auto mit ins Ausland zu nehmen. Transportkosten, unterschiedliche technische Anforderungen und Steuern sprechen meist dagegen. Und manchmal ist schlicht das Lenkrad auf der falschen Seite. Auch wenn Firmenwagen in vielen Ländern eher unüblich sind, erhalten viele Expat-Arbeitsverträge eine Fahrzeug- oder  Mobilitätspauschale für öffentliche Verkehrsmittel. Die Firmenlimousine inklusive Fahrer gibt es eher in asiatischen Ländern und für die oberen Gehaltsklassen.

8 – Education Allowance

Kindergärten, Schulen und Universitäten sind in Deutschland kostenlos oder zumindest vergleichsweise kostengünstig. Im Ausland fallen dafür teilweise Kosten in erheblicher Höhe an. Bildung wird dort oft mehr als Industriezweig denn als Aufgabe des Staates gesehen. Als zukünftiger Expat sollte man bei der Vertragsverhandlung darauf hinwirken, dass der Arbeitgeber diese Kosten übernimmt oder zumindest bezuschusst. Es ist zu empfehlen, dass man keine Gesamtpauschale, sondern eine Regelung pro Kind findet. Denken Sie dabei auch an Kinder, die noch nicht geboren sind.

9 – Sprachkurse und Weiterbildungsbudgets für Ehepartner

Leider ist es für Ehepartner nicht immer leicht, einen Job im Einsatzland zu finden. Sprachbarrieren, nicht anerkannten Berufs- und Studienabschlüssen oder kulturelle Gründe machen den Jobsuche kompliziert. Viele Arbeitgeber zahlen deshalb ein Weiterbildungsbudget für Ehepartner. Darüber lassen sich zum Beispiel Sprachkurse aber in manchen Fällen auch Segelscheine oder Tauchkurse finanzieren.

10 – Krankenversicherung

Die heimische Krankenversicherung greift – wenn überhaupt – im Ausland nur für einen begrenzten Zeitraum. Details, wie dieser Schutz im Ausland gestaltet und finanziert wird, sind sowohl eines der langweiligsten, aber auch eines der wichtigsten Themen. Wer zahlt die Beiträge? Sind alle Familienmitglieder mitversichert? Welche Leistungen sind enthalten, welche ausgeschlossen? Wie werden Vorerkrankungen gehandhabt?  Gibt es Einschränkungen bei der Arztwahl, Selbstbehalte, Risikodeckelungen für die Versicherung? Diese Fragen sollten unbedingt im Vorfeld geklärt sein. Erwähnt sei hier auch, dass viele Expat-Arbeitsverträge einen hervorragenden, arbeitgeberfinanzierten Versicherungsschutz enthalten.

11 – Anwartschaftsversicherungen

Nicht weniger wichtig ist die Frage, wie man mit Versicherungen und dem Sozialsystem im Heimatland umgeht. Sofern man einigermaßen sicher ist, dass man eine Rückkehr nachhause plant, empfiehlt sich eine Anwartschaft für die private Krankenversicherungen – im Idealfall vom Arbeitgeber finanziert. Diese stellt sicher, dass man nach der Zeit im Ausland den Versicherungsschutz wieder aktivieren kann, ohne Fragen zum aktuellen Gesundheitsstand zu beantworten. Dadurch sind auch Verletzungen oder chronischen Erkrankungen, die während der Zeit im Ausland entstanden sind, abgedeckt.  Gesetzliche Versicherungen bieten diese Möglichkeit eher selten an.

12 – Fortführung von Sozialversicherungen im Heimatland

Um aus der Zeit als Expat keine Rentenlücke oder Probleme mit der Pflegeversicherung entstehen zu lassen, sollte man darauf drängen, dass der Arbeitgeber die Beitragszahlungen während des Auslandsaufenthalts leistet. Gerade bei Entsendungen hat man hier gute Argumente.

13 – Regelmäßige Heimflüge

Mindestens einen kostenlosen Heimflug pro Jahr für jedes Familienmitglied sollte man als Expat erwarten können. Entweder Tickets werden direkt vom Arbeitgeber bezahlt bzw. erstattet. Oder man erhält gemäß Expat-Arbeitsvertag eine Pauschale, die sich an den durchschnittlichen Ticketpreisen im Verlauf eines Jahres orientiert. Manche Unternehmen zahlen auch mehrere Flüge – alles Verhandlungssache. Plausible Gründe sind unter anderem, dass die Familie im Heimatland geblieben ist oder dass medizinische Gründe vorliegen, die eine regelmäßige Behandlung eines speziellen Arztes erfordern. Selbstverständlich bietet auch die Frage ob Economy, Business oder First Class Verhandlungsspielraum.

14 – Internationaler Steuerberater

Wer macht schon gerne seine Steuererklärung selbst? Und wer kennt schon Details zu Doppelbesteuerungsabkommen und Progressionsvorbehalten? Wer kann von sich sagen, problemlos Steuererklärungen mit Einkommen in mehreren Staaten zu erstellen? Und das, ohne etwas zu übersehen und dadurch entweder eine Strafe zu riskieren oder unnötig viel Steuern zu bezahlen. Glücklicherweise gibt es Steuerberater. Allerdings lassen die sich für die Komplexität gerne ordentlich entlohnen. Übernimmt die Firma die Kosten – über den gesamten Zeitraum des Auslandseinsatzes plus das darauf folgende Jahr – hat der Mitarbeiter eine Sorge weniger und die Möglichkeit im Job mehr zu leisten.

15 – Gehalt in mehreren Währungen oder einer Fremdwährung

Insbesondere bei Entsendungen stellt sich die Frage: wer trägt das Risiko für Wechselkursschwankungen zwischen Heimat- und Einsatzland? Inflation und nicht vorhersehbare Ereignisse, die auf den Wechselkurs drücken, können dazu führen, dass man das Gehalt in Landeswährung gegen immer weniger Euros umtauschen kann. Hat man im Heimatland laufende Kosten wie Hypothekenkredite, oder Versicherungsbeiträge kann das zum Problem werden, selbst wenn die Kaufkraft innerhalb des Einsatzlands nicht verringert. Ein Gehalt und Euro oder Dollar kann ähnliche Probleme verursachen. Schließlich kann die Landeswährung auch an Wert gewinnen. Eine mögliche Lösung ist die Auszahlung des Gehalts: ein Teil in Landeswährung, ein Teil in Euro – wobei beide Teile als fester Betrag definiert sind. Diese Konstrukt sollte man allerdings mit einem Steuerberater besprechen.

16 – Clubmitgliedschaften

Ja, Clubmitgliedschaften. Ob Soho House oder Golf Club – hier lassen sich Geschäftsbeziehungen pflegen. Manche Unternehmen tragen deshalb die Mitgliedsbeiträge ihrer Expats. Aber auch über die Kosten für Beach oder Fitness Clubs kann man reden.

Es ist sicherlich unrealistisch alle diese Benefits zu erwarten. Aber mit  etwas Verhandlungsgeschick kann man schon die eine oder andere Zusatzleistung erhalten. Umgekehrt können Personaler diese Benefits nutzen, um einen Auslandseinsatz attraktiver zu gestalten.

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Kultursimulation Barnga: optimale Vorbreitung für Expats

Kultursimulation Barnga

Die 50 Teilnehmer des Workshops zur Vorbereitung auf ihre Auslandstätigkeit haben 8 Stuhlkreise gebildet. Skeptisch. Auf der Agenda steht die Kultursimulation „Barnga“. Im Rahmen eines Kartenspiels sollen sie Erfahrungen für das Leben in einer anderen Kultur machen. Wie soll das denn funktionieren? Erste süffisante Kommentare machen die Runde.

Gespielt wird ein Kartenturnier. Wer nach einigen Minuten die meisten Stiche in einem Stuhlkreis gewonnen hat, steigt in den nächsten Kreis auf. Umgekehrt steigen diejenigen mit den wenigsten Stichen ab. Soweit so einfach. Das Besondere – jegliche Form von verbaler Kommunikation ist verboten. Einzige Ausnahme: das Wort „Barnga“.

Barnga? Barnga, Barnga!

Der Seminarleiter teilt die Spielregeln aus, gibt den Teilnehmern gerade genug Zeit um sie zu überfliegen. Dann werden sie wieder eingesammelt und schon geht es los. Irgendwer legt eine Karte in die Kreismitte, die anderen Teilnehmer reagieren zögerlich. Irgendwer kassiert mit einem selbstsicheren „Barnga!“ den Stich ein. Fragende Blicke. „Barnga?“ Stand das in den Regeln nicht anders? Egal. „Bargna, Barnga“. Es geht weiter.

Nach wenigen Minuten ist die Zeit um und einige Teilnehmer wechseln in andere Kreise. Dort scheint man sich auf etwas andere Regeln geeinigt zu haben. Nicht verwunderlich, man hatte ja kaum Zeit sie richtig zu lesen. Oder haben die anderen sich verbündet, um die Neuankömmlinge übers Ohr zu hauen? Lange Zeit zum Wundern bleibt nicht. Schon ist diese Spielrunde vorbei.

Ach, so machen die das hier. OK, dann kann ich mich ja darauf einstellen. Das Spiel plätschert vor sich hin. Es gibt allerlei kuriose Situationen. Aufstiege, Abstiege. Und irgendwann landet man auch mal wieder in seinem ursprünglichen Kreis. Dort haben sich die Regeln offensichtlich verändert …

Achtung, Spoiler

[Wer Barnga selbst erleben möchte, sollte nicht weiterlesen.]

Nach Turnierende die Überraschung: jeder Kreis hat vom Leiter leicht unterschiedliche Regeln erhalten. Mal ist das Ass hoch, mal tief. Mal ist Herz Trump, mal Pik. Zwischen den Kreisen gibt es kleine Unterschiede. Groß genug, dass sie im Spiel zu Konflikten führen. Aber auch klein genug, dass sie nicht sofort auffallen.

Im Rahmen eine Reflexion werden unter anderem folgende Erfahrungen klar:

  • Die Regeln waren innerhalb jedes Kreises richtig. Von außen betrachtet können sie aber als falsch wahrgenommen werden. So entstehen Vorurteile wie „Amis sind oberflächlich“.
  • Je geringer die Unterschiede, desto schwieriger ist es, diese zu akzeptieren. Wären in einem Kreis Skat Karten und im nächsten UNO Karten zum Einsatz gekommen, wäre sofort offensichtlich gewesen, dass ein anderes Spiel gespielt wird. Analog ist es für Expats, die beispielsweise nach Asien gehen, ganz klar, dass sie sich anpassen müssen. Für Expats im europäischen Ausland ist das nicht immer sofort ersichtlich.
  • Kulturen sind nicht statisch. Sie verändern sich. Die Rückkehr nachhause kann der größere Kulturschock sein.
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5 Dinge, die man vor dem Umzug ins Ausland wissen muss

Umzugskartons

Ein Umzug an sich ist schon mühsam genug. Ein Umzug ins Ausland ist zusätzlich um einiges komplexer. Mehr kann schiefgehen. Hinzu kommt, dass man in der Regel relativ wenig Erfahrung mit internationalen Umzügen hat und sich deshalb auf Speditionen verlassen muss.  Umzugsunternehmen – aber auch Arbeitgeber – halten manche wertvolle Information gerne zurück und nutzen dieses Unwissen aus. Deshalb gibt es hier 5 Dinge, die man vor einem Umzug ins Ausland wissen muss.

1 – Umzugsunternehmen haben kaum Stammkunden

Die meisten Menschen ziehen eher selten um. Für Umzugsunternehmen bedeutet das: Kundenbindung ist unwichtig, Neukunden müssen her. Diese wiederum haben wenig Erfahrung mit Umzügen – insbesondere mit Umzügen ins Ausland. Es ist sehr schwierig einzuschätzen, welches Unternehmen wirklich gut ist. Onlinebewertungen sind nur bedingt verlässlich. Die Differenzierung findet meistens über den Preis statt – auf Kosten der Servicequalität. Der Kunde kommt ja sowieso nicht wieder. Ein höherer Preis ist allerdings auch kein Beleg für höhere Qualität. Auch wenn der Preis eher teuer sein mag, kann ein Umzugsunternehmen, das der Arbeitgeber empfiehlt, die Lösung sein. In diesem Fall besteht für das Umzugsunternehmen die Aussicht auf Anschlussaufträge bzw. bei schlechter Leistung das Versiegen eines Kundenstroms. Generell gilt: wer ohne Besichtigung der Wohnung ein Angebot schickt, ist unseriös.

2 – Speditionen sind oft nur Agenturen

Der Konkurrenzkampf ist hart, deshalb sparen Umzugsunternehmen wo immer es geht – insbesondere bei den Fixkosten. Festangestelltes Personal ist ein Risiko. Die Internationale Logistik – Container und Schiffspassage – übernimmt der Anbieter vielleicht noch selbst. Für die körperliche Arbeit greift man auf Freelancer zurück. Oft wird auch der komplette Job outgesourct. Als Kunde merkt man das erst, wenn etwas nicht funktioniert: die Packer erscheinen nicht zum vereinbarten Termin oder das Einpacken dauert viel länger als geplant. Ruft man beim Umzugsunternehmen – also bei dem Unternehmen mit dem man ein Vertragsverhältnis hat – an, dann müssen die erst bei ihrem Subunternehmer nachfragen. Und der wiederum beim Freelancer. Kommunikationschaos ist vorprogrammiert – besonders dann, wenn zwischen all den Beteiligten unterschiedliche Konditionen ausgemacht wurden.

3 – Umzug ins Ausland – besser am Monatsanfang

Mietverträge werden zum Monatsende gekündigt. In den Tagen vorher haben Umzugsunternehmen alle Hände voll zu tun. Lastwagen sind knapp, Packer hetzten von einem Auftrag zum nächsten, die eingeplante Zeit ist viel zu knapp bemessen. Es kommt schon mal vor, dass mehr Umzüge angenommen werden, als tatsächlich abgearbeitet werden können. Ein paar Tage später (oder früher), am Monatsanfang wollen deutlich weniger Leute umziehen. Die Situation ist viel entspannter.

4 – Die Richtung bestimmt den Preis

Der Welthandel verläuft größtenteils von Ost nach Europe bzw. Nordamerika. In der Praxis bedeutet das, dass Container leer in Richtung Asien transportiert werden. Das macht Umzüge in diese Richtung – zum Beispiel von Europa in die Expat-Metropolen Dubai oder Singapur – relativ günstig. Die böse Überraschung kommt dann beim Umzug zurück ins Heimatland. Der kann dann schnell mal doppelt so teuer werden. Aber an den Umzug zurück denkt man ja bei der Ausreise noch nicht.

Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, wenn der Arbeitgeber den Umzug ins Ausland zahlt und man einige Jahre später für die Rückkehr nach Deutschland selbst zahlen muss.

5 – Umzugsgut versichern

Was passiert eigentlich, wenn der Container nicht ankommt, oder der Inhalt beschädigt wird? Jetzt kommt es auf das Kleingedruckte des Transportauftrags an. Oft ist der Container bis zum Gesamtpreis des Umzugs versichert. Beim Totalverlust reicht das nicht mal annähernd an den Wert des Umzugsguts heran. Deshalb gibt es Zusatzversicherungen, die auch den tatsächlichen Wert der transportierten Gegenstände abdeckt. Günstig sind die allerdings nicht. Bei Schäden kann man sich auf ein längeres Hin und Her mit der Versicherung einstellen. Der teure Designertisch ist total zerkratzt? Aber er steht ja noch und man kann auch noch daran essen. „Aus Kulanzgründen können wir Ihren 100 Euro als Entgegenkommen anbieten.“ Geduld zahlt sich jetzt aus. Man sollte nicht das erste Angebot der Versicherung annehmen, sondern hartnäckig verhandeln.