Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Wie verändert dich das Leben im Ausland? [Neue Studie]

Studie: Leben im Ausland

Egal ob Japan, Dänemark, USA, Vereinigte Arabische Emirate oder Südafrika – das Leben im Ausland verändert die Persönlichkeit von Expats. Dabei spielt die jeweilige Kultur des Gastlandes eine gewisse Rolle. Schließlich ist die Erfahrung, die ein Expat macht, von Land zu Land verschieden. Und jeder Expat macht unterschiedliche Erfahrungen. Es gibt allerdings eine Eigenschaft, die fast alle Expats gemeinsam haben. Welche?

Studie zur Expat Persönlichkeit

Wissenschaftler der Rice University haben sich in Zusammenarbeit mit der renommierten Columbia University und der University of North Carolina mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss das Leben im Ausland auf Expats macht. In einer Studie zur Persönlichkeit von Expats analysierten sie eine Reihe von Frage und verglichen die Antworten von (ehemaligen) Expats und Menschen ohne Auslandserfahrung. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie im März 2018 unter dem vielsagenden Titel „Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum„.

Wie verändern sich Menschen nach mindestens einem Umzug ins Ausland in ihrer Biographie im Vergleich mit Menschen, die nie im Ausland lebten? Wie unterscheidet sich eine Expat Persönlichkeit von jemandem, der allenfalls für ein paar kurze Urlaube im Ausland war? Was zeichnet eine Expat Persönlichkeit aus?

Leben im Ausland stärkt Selbstreflektion

Durch die Erfahrungen und Einflüsse verschiedener Kulturen entwickeln Expats eine deutlich stärkere Fähigkeit, sich selbst und die Elemente der eigenen Kultur zu hinterfragen. Ein ordentlicher Kulturschock trägt sicherlich auch dazu bei. Wie in der Kultursimulation Barnga machen Expats während ihres Lebens im Ausland die Erfahrung, dass Regeln, Verhaltensmuster und Konventionen von Land zu Land unterschiedlich sind. Und dass all diese Elemente einer Kultur in sich richtig sind, auch wenn sie sich von dem unterscheiden, was man zuhause gelernt hat. Das führt dazu, dass man auch die eigene Kultur und sich selbst in einem anderem Licht sieht. Selbsterkenntnis ist bekanntermaßen der erste Schritt zur (ständigen) Verbesserung. In vielen Firmen wird diese Fähigkeit als Basis für Growth Mindset geschätzt.

Weitere Details unter: https://www.eurekalert.org/pub_releases/2018-03/ru-sla032018.php

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Rückkehr nach Deutschland [mit Checkliste]

Rückkehr nach Deutschland

Die Rückkehr nach Deutschland erweist sich für viele Expats oft als schwierigerer Schritt als der Umzug ins Ausland. Während bei der Ausreise der Arbeitbeber unterstützt, ist man bei der Rückkehr nicht selten auf sich alleine gestellt. Die Kosten für den Umzug in die Heimat werden oft unterschätzt (siehe auch: Kostenfallen & Risiken für Expats und 5 Dinge, die man vor dem Umzug ins Ausland wissen muss). Die wenigsten Expats haben bei der Rückkehr die Möglichkeit, einen Relocation Service zu nutzen. Und der umgekehrte Kulturschock schlägt völlig unerwartet zu (siehe auch: Kultursimulation Barnga).

Die Heimat ist fremd geworden

Die Zeit ist zuhause nicht stehengeblieben. Freunde aus der Zeit bevor man ins Ausland gegangen ist, haben sich weiterentwickelt und verändert. Und zwar nicht unbedingt in die gleiche Richtung wie man selbst. Oder sie haben sich eben nicht weiterentwickelt und man selbst ist nicht mehr kompatibel. Durch die Erfahrung im Ausland ist man selbstreflektierter geworden und hat einen anderen Blick auf Konventionen in der Heimat bekommen. Traditionen wirken auf einmal engstirnig. Und ja, man nervt seine Umgebung auch irgendwann mit seinen Geschichten aus dem Ausland. Während der Zeit im Ausland ist die Heimat fremd geworden.

Checkliste: Rückkehr nach Deutschland

Die Rückkehr nach Deutschland ist schon wegen des Kulturschocks schwierig genug. Diese Checkliste hilft, zumindest nichts Wichtiges zu vergessen.

Vor dem Umzug

Rein logistisch ist der Umzug nach Deutschland gar nicht so viel anders, als der Umzug ins Ausland. Die Wohnung muss gekündigt werden, eine Spedition gefunden und allerlei Formalitäten erledigt werden. Hier hilft die Checkliste: Umzug ins Ausland.

Wohnung

Erste Hürde bei der Rückkehr nach Deutschland ist es, eine Wohnung zu finden. Das ist leichter gesagt als getan. Denn ohne Besichtigungstermin geht gar nichts. Und für jede Besichtigung einzufliegen, ist nicht gerade günstig. Sobald eine Wohnung vorhanden ist, kann man sich um günstige Versorger kümmern.

    • Strom
    • Gas
    • Wasser
    • Telefon- und Internetanschluss
    • Mobilfunk-Vertrag

Behörden, Banken & Versicherungen

  • Anmeldung im Bürgerbüro des neuen Wohnorts. Dadurch erfahren auch die Steuerbehörden, dass man wieder da ist.
  • Anmeldung bei der GEZ (respektive: Rundfunkbeitrag)
  • Bank(en) & Versicherungen über die neue Adresse informieren
  • Krankenversicherung bzw. Anwartschaftsverschaften reaktivieren
  • Autoversicherungen neu abschließen
  • Hausratsversicherung, Haftpflicht, etc abschießen bzw. reaktivieren

Familie & Freunde

  • Kindergarten / Schule finden und auswählen. Kinder anmelden.
  • Info an Freunde über die neue Adresse informieren
  • Einweihungsparty
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Die Expat Rückkehr – ein umgekehrter Kulturschock

Expat Rückkehr - Umgekehrter Kulturschock

Heimat. Nach Jahren im Ausland ist es ein ganz besonderes Gefühl für Expats, wieder nach Hause zu ziehen. Man hatte zwar nie wirklich Heimweh. Aber es gab vieles was man vermisst hat. Brot. Kneipentouren mit den Kumpels. Die Lieblingsserie mit der besten Freundin anschauen. Jetzt kann man das alles nachholen. Doch so einfach ist das nicht. Die Expat Rückkehr nach Deutschland wird von einem umgekehrten Kulturschock geprägt. Je länger man weg war, desto stärker ist dieser Effekt. Aber keine Sorge. Der umgekehrte Kulturschock ist eine ganz normale Phase des Expat Lebens.

Das Land hat sich verändert

Das Deutschland, das man verlassen hat, war ein offenes Land. Wenige Jahre vorher war die Welt zu Gast bei Freunden und hat das Selbstbewusstsein des Landes beinahe schon therapiert. Jetzt nach der Rückkehr ist das Land deutlich von Rechtsnationalen geprägt. Das Deutschland, das man verlassen hat, konnte stolz auf seine Ingenieurskunst und Verlässlichkeit sein. Jetzt schafft es das Land nicht mal einen Bahnhof zu bauen oder einen Flughafen zu eröffnen. Von Autos, die selbst gesetzte Abgasnormen erfüllen, ganz zu schweigen. Präszision und Verlässlichkeit schätzt man selbst inzwischen ohnehin eher bei Kollegen aus Indien. (Siehe auch: Kultursimulation Barnga)

Die alten Freunde haben sich verändert

Was war das damals geil. Mit den Jungs um die Häuser ziehen und am Ende doch immer in der gleichen coolen Bar landen. Aber die Jungs sind irgendwie nicht mehr zu gebrauchen. Frank erzählt jetzt ständig was vom DAX. Michi trinkt nur noch Craft-Bier. Und Olli hat diese Zicke geheiratet. Nur Kante ist der gleiche geblieben. Aber die alten, immer gleichen Sprüche von damals kann man sich echt nicht mehr anhören. Bei den Mädels sieht es ähnlich aus. Hanna ist zur Glucke mutiert. Die weltoffene Tara ist bei genauerer Betrachtung irgendwie ziemlich beschränkt. Und Ina hat sich doch glatt in den 7 Jahren, die man im Ausland war, einen neue beste Freundin gesucht. Und alle hören sie jetzt Helene Fischer. Die alten Freunde machen die Expat Rückkehr nicht gerade einfacher. Übrigens, die coole Bar gibt es auch nicht mehr. Hat vor 6 Jahren schon zugemacht. Vermutlich lags am Umsatz. Gibt es hier eigentlich eine Expat Community in der man neue Freunde finden kann?

Man selbst hat sich verändert

Am Anfang wollen alle die Storys aus dem Ausland hören. Irgendwann sind sie genervt, wenn man nur noch vom Ausland erzählt. Aber man kann einfach nicht anders. Die Zeit im Ausland hat einen selbst eben auch geprägt. Dass es weit und breit keinen gutes libanesisches Restaurant gibt, war früher kein Problem. Man wäre je sowieso nicht hingegangen. Jetzt aber. Dann halt doch wieder zum Fußball. Aber die alte Rivalität mit dem Nachbarverein kann man irgendwie nicht mehr entwickeln – geschweige denn verstehen. Selbst darüber, dass Italien und die Niederlande nicht für die WM qualifiziert sind, kann man sich nicht freuen. Im Gegenteil. Wenn sie dabei wären, hätte man so schön mit den Expat Kollegen Luigi und Kees feiern können.

Die Heimat ist fremd geworden. Und man ist der Heimat fremd geworden. Ist man hier eigentlich noch zuhause? Und wenn ja, für wie lange?

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Jobwechsel ins Ausland – Karriere-Turbo oder Karriere-Killer?

Job im Ausland - Karriere-Turbo oder Karriere-Killer

Viele Expats entscheiden sich für den Weg in ein anderes Land, weil sich hoffen, im Ausland Karriere zu machen bzw. ihre Karriere zu beschleunigen. Auslandserfahrung im Lebenslauf macht sich schließlich immer gut. In kleineren Ländern kann man leichter an Führungspositionen kommen oder Teil des Top Managements des Landes werden. Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht.

Zuhause wartet keiner auf dich

„Viel Erfolg in Dubai. Eins sag ich dir aber: hier wartet keiner auf dich.“  Wie ein Schlag in die Magengrube fühlt sich die Reaktion meines Kollegen in der Personalabteilung an. Gerade habe ich ihn informiert, dass ich innerhalb des Konzerns in eine andere Niederlassung wechseln werde . Inzwischen muss ich allerdings sagen: ein sehr guter Ratschlag. Es ist wichtig, nicht vergessen zu werden. Man muss sein Netzwerk zuhause aktiv pflegen.

Es ist nicht einfach, zuhause wieder einen guten Job zu finden, schon gar nicht bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die eigene Stelle wird neu besetzt. Eine adäquate Führungsposition ist gerade nicht frei, wenn man zurück will. Die Rückkehr muss von langer Hand geplant werden. Doch auch das hilft manchmal nicht. Eine befreundete Personalleiterin hat mir folgendes anvertraut: „Wir wissen bei Entsendungen oft schon von Anfang an, dass wir den Kollegen kündigen, wenn er zurückkommen will.“ Oft hilft dann nur: Unternehmenswechsel oder weiterziehen zur nächsten Expat-Station. Nicht zuletzt deshalb kursiert unter Expats die Einsicht: Im Ausland ein Fürstchen, zuhause ein Würstchen.

Soweit, so pessimistisch. Fakt ist aber, dass die Erfahrung, die man als Expat sammelt, außerordentlich wertvoll sein kann. Das gilt sowohl für die Karriere als auch für andere Bereiche. Man sollte allerdings offen sein für Brüche und nicht-lineare Veränderungen wie:

  • Wechsel in ein anderes Unternehmen
  • Weitere Stationen im Ausland
  • Kompletter Verzicht auf eine Rückkehr ins Heimatland
  • Side Steps oder Rückkehr in eine niedrigere Position und Vertrauen auf eine schnelle Weiterentwicklung durch die gesammelte Erfahrung

Auslandserfahrung wird bei der Besetzung von Führungspositionen in vielen Branchen quasi vorausgesetzt. Sie ist allerdings keine Garantie für einen schnellen Aufstieg in Führungspositionen bzw. die Vorstandsebene.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Checkliste: Umzug ins Ausland

Checkliste Umzug ins Ausland

Ein Umzug ins Ausland ist ein Großprojekt. Übersieht man etwas wichtiges, ist der Schaden groß. Diese Checkliste für den Auslandsumzug kann helfen, genau das zu vermeiden.

So früh wie möglich

  • Mit dem Arbeitgeber klären, welche Kosten übernommen werden. Manche Unternehmen managen und zahlen den kompletten Umzug. Andere bieten dem Mitarbeiter eine Pauschale für die Umzugskosten an. Der Fall, dass der Mitarbeiter die Kosten für den Umzug tragen muss, ist eher selten.
  • Umzugsunternehmen bzw. Speditionen suchen. Das Internet, im Firmen-Intranets und bei Freunde sind dafür die besten Informationsquellen. Manche Firmen haben Umzugsunternehmen, mit denen sie bevorzugt zusammenarbeiten.
  • Fristgerecht Mietvertrag kündigen und eventuell einen Nachmieter suchen.
  • Internationalen Führerschein beantragen, falls der im Zielland erforderlich ist
  • 5 Dinge, die man vor dem Umzug wissen muss und Was kostet ein Auslandsumzug lesen.
  • Zweiten Reisepass beantragen (falls erforderlich)
  • Überlegen, ob man das Auto mit umziehen will.

6 – 8 Wochen vor dem Umzugstermin

  • Wert des Umzugsgutes grob überschlagen und überlegen, welcher Betrag im Worst Case versichert sein soll.
  • Bei 5 – 10 Unternehmen Angebote anfragen.
  • Mit 3 – 5 Unternehmen eine Wohnungsbesichtigung durchführen und zur Volumen und Aufwand einschätzen lassen. Bei Pauschalangeboten und Angeboten, die auf einer selbst ausgefüllten Stückliste basieren, ist Vorsicht geboten. Seriöse Anbieter setzen eine Wohnungsbesichtigung voraus und führen bei der Gelegenheit eine kleine Beratung für den Umzug ins Ausland durch.
  • Expat Bücher bestellen und lesen

4 – 6 Wochen vor dem Umzugstermin

  • Umzugsunternehmen und angebotene Versicherungsoptionen auswählen.
  • Vertrag mit dem ausgewählten Unternehmen abschließen. In der
  • Fotos aller relevanten Räume (ggf. plus Fahrräder und Keller) aus verschiedenen Perspektiven an das Umzugsunternehmen mailen. So dokumentiert man, dass die Spedition das komplette Umzugsgut gesehen hat und vermeidet Ärger.
  • Eventuell noch mal zum Zahnarzt gehen und andere regelmäßige Arztbesuche durchführen. Möglicherweise dauert es einige Zeit, bis man im Ausland die richtigen Ärzte gefunden hat.
  • Checkliste: 7 Dinge, die man vor der Ausreise erledigen muss lesen

4 Wochen vor dem Umzugstermin

  • Genauen Umzugstermin festlegen und mit Spedition vereinbaren.
  • Falls nötig: Hotelzimmer für die Nacht nach dem Umzug buchen.
  • Handwerker für Wohnungsrenovierung & Reinigung beauftragen.

1 – 4 Wochen vor dem Umzugstermin

1 Wochen vor dem Umzugstermin

2 – 3 Tage vor dem Umzugstermin

  • Alles aus der Wohnung raus, was nicht versehentlich eingepackt werden darf. Besonders wichtig: Dokumente.
  • Koffer packen.

Am Tag des Umzugs

  • Ruhe bewahren.
  • Nicht im Weg stehen.
  • Dafür sorgen, dass die Möbelpacker bei Kräften bleiben (Essen & Getränke).
  • Plombe am Container nach kompletter Beladung prüfen.
  • Frachtpapiere und Zollerklärung unterschreiben.
  • Bei guter Arbeit ein ordentliches Trinkgeld an die Möbelpacker verteilen.

Nach dem Umzugstermin

  • Wohnung renovieren und reinigen (lassen).
  • Wohnung an den Vermieter übergeben.
  • Dieses seltsame Gefühl von besitzloser Freiheit genießen.
  • Bei der Spedition den Namen des Containerschiffs erfragen, das den eigenen Umzugscontainer transportiert. Mit VesselFinder.com kann man dann nachvollziehen, wo das Schiff gerade ist.
  • Startphase als Expat = erster Schritt zur Scheidung? lesen.
  • In die neue Heimat ausreisen.
  • Kosten beim Arbeitgeber einreichen.
Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

16 Benefits, die Expat-Arbeitsverträge enthalten können

Expat Arbeitsvertrag

Die Arbeitsverträge vieler Expats enthalten Benefits und Zusatzleistungen, die das Expat-Leben attraktiv machen. Allerdings bietet die nicht jeder Arbeitgeber von sich aus an. Im Falle einer Entsendung gibt es tendenziell mehr dieser Benefits als bei einem lokalen Vertrag. Mit etwas Verhandlungsgeschick (und abhängig von Einsatzland und Vertragsform) kann folgende Benefits erhalten bzw. im Expat-Arbeitsvertrag verankern lassen.

1 – Vorbereitungsseminar oder Coach

Nicht zuletzt dieser Blog zeigt, wie vielschichtig die Umstellung auf das Leben als Expat ist. Man hat eine Vielzahl von Fragen. Und es gibt Themen – insbesondere im interkulturellen Bereich – deren Relevanz und Bedeutung einem noch gar nicht klar ist. Vorausschauende Unternehmen investieren deshalb in die Vorbereitung ihrer zukünftigen Expats – und ihrer Familien.

2 – Look & See Trip

Vor Antritt der Expat-Stelle im Ausland ist ein Look & See Trip für alle Familienmitglieder, die mit umziehen sollen, unbedingt zu empfehlen. Und zwar unabhängig davon, wie gut man das zukünftige Wohn- und Arbeitsland kennt. Nach dieser etwa einwöchigen Reise, sollte es die Möglichkeit geben, die Entscheidung für den Auslandseinsatz zu überdenken und schlimmstenfalls abzulehnen. Ein schnelles Ende mit Schrecken kann nicht nur den sprichwörtlichen Schrecken ohne Ende, sondern auch hohe Kosten, die sich nicht rentieren, verhindern. Selbstverständlich lässt sich der Aufenthalt auch nutzen, um beispielsweise zukünftige Kollegen zu treffen, Projekte vorzubereiten und mögliche Wohnquartiere zu erkunden.

3 – Organisation des Umzugs oder Kostenpauschale

Die Erfahrung aus Umzügen ins Ausland und zwischen Expat-Stationen zeigt: es schont die Nerven, wenn sich ein Profi darum kümmert. Große Unternehmen mit vielen Expats haben eigene Abteilungen, die die Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Speditionen organisieren. Alternativ zahlt das Unternehmen entsprechende Kosten entweder pauschal oder über eingereichte Rechnungen an den Expat aus. Bei pauschaler Abrechnung ist zu überlegen, ob das Budget tatsächlich für einen Umzug des Hausrats oder für die Einlagerung im Heimatland und/oder neue Möbel im Ausland genutzt wird. Ein Detail wird oft vergessen: wie sieht es mit dem Umzug zurück aus?

4 – Relocation Service

In den ersten Wochen nach dem Umzug stehen viele Behördengänge an und es gibt viele Dinge zu organisieren. Ein Relocation Service stellt einen vertrauten Begleiter zur Verfügung, der weiß, wie und wo man Visa- und Ausweisdokumente beantragt, verpflichtende Medizinchecks durchführt und Führerscheine umschreibt. Außerdem hilft der Relocation Service bei der Auswahl von Häusern bzw. Wohnungen, bei der Organisation von Besichtigungsterminen und beim Abschluss von Mietverträgen. Vorteil für das Unternehmen ist dabei, dass sich der Mitarbeiter mit möglichst wenig Ablenkung auf seinen Job konzentrieren kann.

5 – Boarding House oder Übergangswohnung

Dass der Arbeitgeber für einige Tage, Wochen oder gar Monate die Kosten für eine temporäre Wohnung übernimmt, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Spannend wir es hier, wenn es um Größe, Ausstattung und Dauer geht. Während Singles gerade in den Anfangswochen oft geringe Ansprüche an die Wohnung haben – man arbeitet zu Beginn oft sehr viel – benötigen Expats mit Familie eine Wohnung, in der sich die Familie wohlfühlt. Wohn- und Kinderzimmer sind wichtig, eine gut ausgestattete Küche ist beinahe noch wichtiger. Ansonsten droht leicht zu Stress und Streit in der Familie, was nicht gerade zu einem guten Start in den neuen Job beiträgt. Andererseits – je kleiner, unbequemer und unpraktischer, desto mehr ist der Mitarbeiter motiviert, schnell eine passende Bleibe auf eigene Kosten zu finden.

6 – Miete oder Housing Allowance

Auch über den Anfangszeitraum hinaus ist es nicht unüblich, dass der Arbeitgeber entweder die Miete für Haus oder Wohnung bis zu einem bestimmten Betrag übernimmt oder alternativ eine Mietpauschale auszahlt. Die erste Variante ist zwar das Sorglos-Paket, das den Expat auch bei drastischen Mieterhöhungen entspannt sein lässt. Die zweite Variante bietet allerdings auch die Möglichkeit, einen Teil der Pauschale zu sparen oder für andere schöne Dinge zu verwenden. In Metropolen wie Tokio oder New York sollte man sich die gleichen Gedanken über Parkplätze machen. Da es sich bei Mietzuschüssen um einen Gehaltsbestandteil handelt, solle man diese Zahlung im Expat-Arbeitsvertag verankern.

7 – Car Allowance, Firmenwagen (evtl. mit Fahrer)

In der Regel ist es nicht sinnvoll, das eigene Auto mit ins Ausland zu nehmen. Transportkosten, unterschiedliche technische Anforderungen und Steuern sprechen meist dagegen. Und manchmal ist schlicht das Lenkrad auf der falschen Seite. Auch wenn Firmenwagen in vielen Ländern eher unüblich sind, erhalten viele Expat-Arbeitsverträge eine Fahrzeug- oder  Mobilitätspauschale für öffentliche Verkehrsmittel. Die Firmenlimousine inklusive Fahrer gibt es eher in asiatischen Ländern und für die oberen Gehaltsklassen.

8 – Education Allowance

Kindergärten, Schulen und Universitäten sind in Deutschland kostenlos oder zumindest vergleichsweise kostengünstig. Im Ausland fallen dafür teilweise Kosten in erheblicher Höhe an. Bildung wird dort oft mehr als Industriezweig denn als Aufgabe des Staates gesehen. Als zukünftiger Expat sollte man bei der Vertragsverhandlung darauf hinwirken, dass der Arbeitgeber diese Kosten übernimmt oder zumindest bezuschusst. Es ist zu empfehlen, dass man keine Gesamtpauschale, sondern eine Regelung pro Kind findet. Denken Sie dabei auch an Kinder, die noch nicht geboren sind.

9 – Sprachkurse und Weiterbildungsbudgets für Ehepartner

Leider ist es für Ehepartner nicht immer leicht, einen Job im Einsatzland zu finden. Sprachbarrieren, nicht anerkannten Berufs- und Studienabschlüssen oder kulturelle Gründe machen den Jobsuche kompliziert. Viele Arbeitgeber zahlen deshalb ein Weiterbildungsbudget für Ehepartner. Darüber lassen sich zum Beispiel Sprachkurse aber in manchen Fällen auch Segelscheine oder Tauchkurse finanzieren.

10 – Krankenversicherung

Die heimische Krankenversicherung greift – wenn überhaupt – im Ausland nur für einen begrenzten Zeitraum. Details, wie dieser Schutz im Ausland gestaltet und finanziert wird, sind sowohl eines der langweiligsten, aber auch eines der wichtigsten Themen. Wer zahlt die Beiträge? Sind alle Familienmitglieder mitversichert? Welche Leistungen sind enthalten, welche ausgeschlossen? Wie werden Vorerkrankungen gehandhabt?  Gibt es Einschränkungen bei der Arztwahl, Selbstbehalte, Risikodeckelungen für die Versicherung? Diese Fragen sollten unbedingt im Vorfeld geklärt sein. Erwähnt sei hier auch, dass viele Expat-Arbeitsverträge einen hervorragenden, arbeitgeberfinanzierten Versicherungsschutz enthalten.

11 – Anwartschaftsversicherungen

Nicht weniger wichtig ist die Frage, wie man mit Versicherungen und dem Sozialsystem im Heimatland umgeht. Sofern man einigermaßen sicher ist, dass man eine Rückkehr nachhause plant, empfiehlt sich eine Anwartschaft für die private Krankenversicherungen – im Idealfall vom Arbeitgeber finanziert. Diese stellt sicher, dass man nach der Zeit im Ausland den Versicherungsschutz wieder aktivieren kann, ohne Fragen zum aktuellen Gesundheitsstand zu beantworten. Dadurch sind auch Verletzungen oder chronischen Erkrankungen, die während der Zeit im Ausland entstanden sind, abgedeckt.  Gesetzliche Versicherungen bieten diese Möglichkeit eher selten an.

12 – Fortführung von Sozialversicherungen im Heimatland

Um aus der Zeit als Expat keine Rentenlücke oder Probleme mit der Pflegeversicherung entstehen zu lassen, sollte man darauf drängen, dass der Arbeitgeber die Beitragszahlungen während des Auslandsaufenthalts leistet. Gerade bei Entsendungen hat man hier gute Argumente.

13 – Regelmäßige Heimflüge

Mindestens einen kostenlosen Heimflug pro Jahr für jedes Familienmitglied sollte man als Expat erwarten können. Entweder Tickets werden direkt vom Arbeitgeber bezahlt bzw. erstattet. Oder man erhält gemäß Expat-Arbeitsvertag eine Pauschale, die sich an den durchschnittlichen Ticketpreisen im Verlauf eines Jahres orientiert. Manche Unternehmen zahlen auch mehrere Flüge – alles Verhandlungssache. Plausible Gründe sind unter anderem, dass die Familie im Heimatland geblieben ist oder dass medizinische Gründe vorliegen, die eine regelmäßige Behandlung eines speziellen Arztes erfordern. Selbstverständlich bietet auch die Frage ob Economy, Business oder First Class Verhandlungsspielraum.

14 – Internationaler Steuerberater

Wer macht schon gerne seine Steuererklärung selbst? Und wer kennt schon Details zu Doppelbesteuerungsabkommen und Progressionsvorbehalten? Wer kann von sich sagen, problemlos Steuererklärungen mit Einkommen in mehreren Staaten zu erstellen? Und das, ohne etwas zu übersehen und dadurch entweder eine Strafe zu riskieren oder unnötig viel Steuern zu bezahlen. Glücklicherweise gibt es Steuerberater. Allerdings lassen die sich für die Komplexität gerne ordentlich entlohnen. Übernimmt die Firma die Kosten – über den gesamten Zeitraum des Auslandseinsatzes plus das darauf folgende Jahr – hat der Mitarbeiter eine Sorge weniger und die Möglichkeit im Job mehr zu leisten.

15 – Gehalt in mehreren Währungen oder einer Fremdwährung

Insbesondere bei Entsendungen stellt sich die Frage: wer trägt das Risiko für Wechselkursschwankungen zwischen Heimat- und Einsatzland? Inflation und nicht vorhersehbare Ereignisse, die auf den Wechselkurs drücken, können dazu führen, dass man das Gehalt in Landeswährung gegen immer weniger Euros umtauschen kann. Hat man im Heimatland laufende Kosten wie Hypothekenkredite, oder Versicherungsbeiträge kann das zum Problem werden, selbst wenn die Kaufkraft innerhalb des Einsatzlands nicht verringert. Ein Gehalt und Euro oder Dollar kann ähnliche Probleme verursachen. Schließlich kann die Landeswährung auch an Wert gewinnen. Eine mögliche Lösung ist die Auszahlung des Gehalts: ein Teil in Landeswährung, ein Teil in Euro – wobei beide Teile als fester Betrag definiert sind. Diese Konstrukt sollte man allerdings mit einem Steuerberater besprechen.

16 – Clubmitgliedschaften

Ja, Clubmitgliedschaften. Ob Soho House oder Golf Club – hier lassen sich Geschäftsbeziehungen pflegen. Manche Unternehmen tragen deshalb die Mitgliedsbeiträge ihrer Expats. Aber auch über die Kosten für Beach oder Fitness Clubs kann man reden.

Es ist sicherlich unrealistisch alle diese Benefits zu erwarten. Aber mit  etwas Verhandlungsgeschick kann man schon die eine oder andere Zusatzleistung erhalten. Umgekehrt können Personaler diese Benefits nutzen, um einen Auslandseinsatz attraktiver zu gestalten.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Kultursimulation Barnga: optimale Vorbreitung für Expats

Kultursimulation Barnga

Die 50 Teilnehmer des Workshops zur Vorbereitung auf ihre Auslandstätigkeit haben 8 Stuhlkreise gebildet. Skeptisch. Auf der Agenda steht die Kultursimulation „Barnga“. Im Rahmen eines Kartenspiels sollen sie Erfahrungen für das Leben in einer anderen Kultur machen. Wie soll das denn funktionieren? Erste süffisante Kommentare machen die Runde.

Gespielt wird ein Kartenturnier. Wer nach einigen Minuten die meisten Stiche in einem Stuhlkreis gewonnen hat, steigt in den nächsten Kreis auf. Umgekehrt steigen diejenigen mit den wenigsten Stichen ab. Soweit so einfach. Das Besondere – jegliche Form von verbaler Kommunikation ist verboten. Einzige Ausnahme: das Wort „Barnga“.

Barnga? Barnga, Barnga!

Der Seminarleiter teilt die Spielregeln aus, gibt den Teilnehmern gerade genug Zeit um sie zu überfliegen. Dann werden sie wieder eingesammelt und schon geht es los. Irgendwer legt eine Karte in die Kreismitte, die anderen Teilnehmer reagieren zögerlich. Irgendwer kassiert mit einem selbstsicheren „Barnga!“ den Stich ein. Fragende Blicke. „Barnga?“ Stand das in den Regeln nicht anders? Egal. „Bargna, Barnga“. Es geht weiter.

Nach wenigen Minuten ist die Zeit um und einige Teilnehmer wechseln in andere Kreise. Dort scheint man sich auf etwas andere Regeln geeinigt zu haben. Nicht verwunderlich, man hatte ja kaum Zeit sie richtig zu lesen. Oder haben die anderen sich verbündet, um die Neuankömmlinge übers Ohr zu hauen? Lange Zeit zum Wundern bleibt nicht. Schon ist diese Spielrunde vorbei.

Ach, so machen die das hier. OK, dann kann ich mich ja darauf einstellen. Das Spiel plätschert vor sich hin. Es gibt allerlei kuriose Situationen. Aufstiege, Abstiege. Und irgendwann landet man auch mal wieder in seinem ursprünglichen Kreis. Dort haben sich die Regeln offensichtlich verändert …

Achtung, Spoiler

[Wer Barnga selbst erleben möchte, sollte nicht weiterlesen.]

Nach Turnierende die Überraschung: jeder Kreis hat vom Leiter leicht unterschiedliche Regeln erhalten. Mal ist das Ass hoch, mal tief. Mal ist Herz Trump, mal Pik. Zwischen den Kreisen gibt es kleine Unterschiede. Groß genug, dass sie im Spiel zu Konflikten führen. Aber auch klein genug, dass sie nicht sofort auffallen.

Im Rahmen eine Reflexion werden unter anderem folgende Erfahrungen klar:

  • Die Regeln waren innerhalb jedes Kreises richtig. Von außen betrachtet können sie aber als falsch wahrgenommen werden. So entstehen Vorurteile wie „Amis sind oberflächlich“.
  • Je geringer die Unterschiede, desto schwieriger ist es, diese zu akzeptieren. Wären in einem Kreis Skat Karten und im nächsten UNO Karten zum Einsatz gekommen, wäre sofort offensichtlich gewesen, dass ein anderes Spiel gespielt wird. Analog ist es für Expats, die beispielsweise nach Asien gehen, ganz klar, dass sie sich anpassen müssen. Für Expats im europäischen Ausland ist das nicht immer sofort ersichtlich.
  • Kulturen sind nicht statisch. Sie verändern sich. Die Rückkehr nachhause kann der größere Kulturschock sein.
Veröffentlicht am 1 Kommentar

5 Dinge, die man vor dem Umzug ins Ausland wissen muss

Umzugskartons

Ein Umzug an sich ist schon mühsam genug. Ein Umzug ins Ausland ist zusätzlich um einiges komplexer. Mehr kann schiefgehen. Hinzu kommt, dass man in der Regel relativ wenig Erfahrung mit internationalen Umzügen hat und sich deshalb auf Speditionen verlassen muss.  Umzugsunternehmen – aber auch Arbeitgeber – halten manche wertvolle Information gerne zurück und nutzen dieses Unwissen aus. Deshalb gibt es hier 5 Dinge, die man vor einem Umzug ins Ausland wissen muss.

1 – Umzugsunternehmen haben kaum Stammkunden

Die meisten Menschen ziehen eher selten um. Für Umzugsunternehmen bedeutet das: Kundenbindung ist unwichtig, Neukunden müssen her. Diese wiederum haben wenig Erfahrung mit Umzügen – insbesondere mit Umzügen ins Ausland. Es ist sehr schwierig einzuschätzen, welches Unternehmen wirklich gut ist. Onlinebewertungen sind nur bedingt verlässlich. Die Differenzierung findet meistens über den Preis statt – auf Kosten der Servicequalität. Der Kunde kommt ja sowieso nicht wieder. Ein höherer Preis ist allerdings auch kein Beleg für höhere Qualität. Auch wenn der Preis eher teuer sein mag, kann ein Umzugsunternehmen, das der Arbeitgeber empfiehlt, die Lösung sein. In diesem Fall besteht für das Umzugsunternehmen die Aussicht auf Anschlussaufträge bzw. bei schlechter Leistung das Versiegen eines Kundenstroms. Generell gilt: wer ohne Besichtigung der Wohnung ein Angebot schickt, ist unseriös.

2 – Speditionen sind oft nur Agenturen

Der Konkurrenzkampf ist hart, deshalb sparen Umzugsunternehmen wo immer es geht – insbesondere bei den Fixkosten. Festangestelltes Personal ist ein Risiko. Die Internationale Logistik – Container und Schiffspassage – übernimmt der Anbieter vielleicht noch selbst. Für die körperliche Arbeit greift man auf Freelancer zurück. Oft wird auch der komplette Job outgesourct. Als Kunde merkt man das erst, wenn etwas nicht funktioniert: die Packer erscheinen nicht zum vereinbarten Termin oder das Einpacken dauert viel länger als geplant. Ruft man beim Umzugsunternehmen – also bei dem Unternehmen mit dem man ein Vertragsverhältnis hat – an, dann müssen die erst bei ihrem Subunternehmer nachfragen. Und der wiederum beim Freelancer. Kommunikationschaos ist vorprogrammiert – besonders dann, wenn zwischen all den Beteiligten unterschiedliche Konditionen ausgemacht wurden.

3 – Umzug ins Ausland – besser am Monatsanfang

Mietverträge werden zum Monatsende gekündigt. In den Tagen vorher haben Umzugsunternehmen alle Hände voll zu tun. Lastwagen sind knapp, Packer hetzten von einem Auftrag zum nächsten, die eingeplante Zeit ist viel zu knapp bemessen. Es kommt schon mal vor, dass mehr Umzüge angenommen werden, als tatsächlich abgearbeitet werden können. Ein paar Tage später (oder früher), am Monatsanfang wollen deutlich weniger Leute umziehen. Die Situation ist viel entspannter.

4 – Die Richtung bestimmt den Preis

Der Welthandel verläuft größtenteils von Ost nach Europe bzw. Nordamerika. In der Praxis bedeutet das, dass Container leer in Richtung Asien transportiert werden. Das macht Umzüge in diese Richtung – zum Beispiel von Europa in die Expat-Metropolen Dubai oder Singapur – relativ günstig. Die böse Überraschung kommt dann beim Umzug zurück ins Heimatland. Der kann dann schnell mal doppelt so teuer werden. Aber an den Umzug zurück denkt man ja bei der Ausreise noch nicht.

Besonders ärgerlich ist dieser Umstand, wenn der Arbeitgeber den Umzug ins Ausland zahlt und man einige Jahre später für die Rückkehr nach Deutschland selbst zahlen muss.

5 – Umzugsgut versichern

Was passiert eigentlich, wenn der Container nicht ankommt, oder der Inhalt beschädigt wird? Jetzt kommt es auf das Kleingedruckte des Transportauftrags an. Oft ist der Container bis zum Gesamtpreis des Umzugs versichert. Beim Totalverlust reicht das nicht mal annähernd an den Wert des Umzugsguts heran. Deshalb gibt es Zusatzversicherungen, die auch den tatsächlichen Wert der transportierten Gegenstände abdeckt. Günstig sind die allerdings nicht. Bei Schäden kann man sich auf ein längeres Hin und Her mit der Versicherung einstellen. Der teure Designertisch ist total zerkratzt? Aber er steht ja noch und man kann auch noch daran essen. „Aus Kulanzgründen können wir Ihren 100 Euro als Entgegenkommen anbieten.“ Geduld zahlt sich jetzt aus. Man sollte nicht das erste Angebot der Versicherung annehmen, sondern hartnäckig verhandeln.