Umzugscontainer | 8 Todsünden beim Umzug ins Ausland

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Umzugscontainer

Man kann zwar fast alles im Umzugscontainer transportieren. Sollte man aber nicht. Sonst drohen Schäden, Ärger mit Behörden und drastische Strafen. Um das zu vermeiden, sollten beim Umzug ins Ausland folgende Dinge keinesfalls im Container landen.

1 – Wichtige Dokumente

Es ist manchmal überraschend, welche Dokumente für die Zollformalitäten benötigt werden. Oft werden Ausweisdokumente, Geburtsurkunden von allen Familienmitgliedern, Heiratsurkunden und ähnliches angefordert. Blöd, wenn sich diese Dokumente im Umzugscontainer befinden. Sei es, weil man sie ganz naiv selbst eingepackt hat. Oder weil die Möbelpacker nicht lange gefragt haben. Nur einen Moment hat man nicht aufgepasst. Schon sind die Dokumente in irgendeiner Kiste verschwunden. Dann befindet man sich in der Zwickmühle. Man braucht Dokumente aus dem Container, um an den Container ranzukommen.

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Abgesehen davon ist es auch nicht ausgeschlossen, dass ein Umzugscontainer mal verschwindet. Das ist ganz ähnlich wie bei Koffern auf Flügen. Aufwand und Kosten für die Wiederbeschaffung kann man sich sparen, wenn man die Dokumente bei sich behält. Am besten verwahrt man Dokumente in einem RFID-geschützten Organizer und trägt sie am Körper (siehe auch: 9 Gadgets, die man als Expat braucht)

2 – Lebensmittel

Die Verlockung ein paar Packungen vom Lieblingsmüsli oder die Restbestände an Nudeln im Umzugscontainer mitzunehmen, mag groß sein. Allerdings sollte man bedenken, dass ein Seecontainer während des Transports unweigerlich einige Zeit in Häfen steht. Zollformalitäten dauern eben einige Tage. Vielleicht dauert es auch länger als gedacht, eine Wohnung zu finden. Oder sie ist noch nicht frei, wenn der Container ankommt. Dann steht der Umzugscontainer einige Wochen auf Halde.

Ratten haben eine ausgezeichnete Nase und sind erstaunlich geschickt. Der Container wird kurz für den Zoll geöffnet. Und schon sind sie drin. Die Folge sind angefressene Möbel und stinkende Hinterlassenschaften.

3 – Medikamente

Ähnlich sieht es mit Medikamenten aus. Hauptfeind hier sind allerdings nicht Nagetiere. Salzige Meeresluft und extreme Temperaturen können Medikamenten schaden. Sie können ihre Wirksamkeit verlieren. Oder gar zur Gesundheitsgefahr werden.

Hinzu kommt, dass manche Wirkstoffe, in anderen Ländern nicht zugelassen sind. Was hierzulande ein einfaches Schmerzmittel ist, kann im Extremfall als illegale Droge angesehen werden. Und ein Gefängnisaufenthalt als Drogenschmuggler ist sicherlich nicht, wie man seine Zeit im Ausland geplant hat.

4 – Drogen

Eigentlich ein No-Brainer. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Drogenschmugglern in manchen Ländern sogar die Todesstrafe droht. Man sollte also kein Risiko eingehen. Je nach Land gibt es an dieser Stelle keinerlei Toleranz gibt. Und das sollte man auch dem eigenen Nachwuchs im Teenager-Alter klar machen. Selbst Reste an einer Wasserpfeife oder ein paar Krümel Hanf im Nachttisch können schon zu viel sein.

5 – Waffen

Noch so ein No-Brainer. Zwar hat Deutschland eher strenge Waffengesetze – möglicherweise auch strengere als das Zielland. Trotzdem sollte man sich vor der Ausreise mit dem Zoll in Verbindung setzen und genau festhalten, was erlaubt ist und was nicht. Denn was als Waffe angesehen wird, kann oft überraschend sein. Oft gelten für den Transport von Waffen (beispielsweise für die Jagd) besondere Bestimmungen. Selbst wenn der Import bzw. der Transport im Container vom Zoll genehmigt wird, ist das Ganze riskant. Im Worst Case verschwinden die Waffen auf der Reise. Und tauchen dann an irgend einem Tatort wieder auf.

6 – Flüssigkeiten

Bei Reinigungsmittel besteht die Gefahr, dass sie mit Seeluft oder bei großer Hitze im Umzugscontainer reagieren. Im besten Fall verursachen die Chemikalien dann Schäden am Umzugsgut, Gestank oder eine klebrige Sauerei. Wenn es dumm läuft, setzen sie den Umzugscontainer in Brand. Und wenn es noch dümmer läuft, greift das Feuer auf andere Container über. Brandermittler können die Brandursache im eigenen Container lokalisieren. Keine Haftpflichtversicherung deckt so einen Schaden.

Alkohol im Container ist vor allem dann keine gute Idee, wenn der Umzug in ein muslimisches Land geht. Je nachdem wie konservativ das Land ist, reagiert der Zoll mehr oder weniger streng. Der Umzug verzögert sich in jedem Fall. Lieber vor dem Umzug noch eine Party veranstalten und Weinvorräte bzw. die Hausbar leeren.

7 – Religiöse Symbole

Abhängig vom Zielland kann schon ein kleines Kruzifix zum Problem werden. Denn religiöse Symbole, die mit der Staatsreligion nicht in Einklang sind, können verboten sein. Oder Expats sich gar in den Verdacht bringen, Missionierung betreiben zu wollen. Und das kann dazu führen, dass man sofort wieder ausgewiesen wird. Teilweise drohen auch Gefängnisstrafen. Oder noch schlimmeres.

8 – Schmuddelkram

Auch hier sollte man bei Umzügen in sehr konservative und muslimische Länder vorsichtig sein. Dabei geht es nicht nur um „Adult Entertainment“ oder die Playboy-Sammlung. Auch Dinge, die bei uns als vollkommen unproblematisch sind, können im Ausland jenseits des Erträglichen sein. So manches relativ harmlose DVD-, Buch- oder Zeitungscover gilt als illegal.

Expat in Los Angeles, Dubai und Kopenhagen.

1 Response

  1. Hallo, und vielen Dank für diesen informativen Beitrag und die hilfreichen Tipps! Wir werden demnächst nach Kanada auswandern, und überlegen uns auch ob ein Container uns für den Umzug eine richtige Lösung wäre. Ich hätte eben den Fehler gemacht und ganz viel Müsli und andere Lebensmittel eingepackt. Das sind wirklich Sachen, an die ich sonst noch nie gedacht hätte!
    Viele Grüße, Laura

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