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Interview auf blogexpat.com

Interview mit blogexpat.com

Vor kurze ist auf blogexpat.com ein Interview mit uns erschienen. Dort beantworten wir Fragen wie:

  • Warum bist du ins Ausland umgezogen?
  • Was liebst du am meisten in Dubai?
  • Was hat dir im Ausland fehlt dir am meisten gefehlt?
  • Was hat dir im Ausland fehlt dir am meisten gefehlt?
  • Welchen Rat würdest du anderen Expats geben?

Und wir erzählen einige Geschichten aus unserer Zeit in Dubai und Dänemark. Das vollständige Interview ist unter www.blogexpat.com zu lesen.

Expat Interview

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10 hervorragende TED Talks für Expats

TED Talk Expat

TED Talks sind eine Inspirationsquelle für eine große Bandbreite von Themen. Herausragende Persönlichkeiten und Experten bringen darin ihre Ideen und Erfahrungen in maximal 20 Minuten auf den Punkt. Selbstverständlich können TED Talks auch Expats inspirieren. Hier ist eine Auswahl von TED Talks für Expats, die aus verschiedensten Gründen spannend, unterhaltsam, lehrreich und in jedem Fall überraschend sind.

Welches Land ist das „guteste“ der Welt? Warum ist es gerade in einer vernetzten Welt wichtig, seine Komfortzone zu verlassen? Wie profitieren wir, wenn wir uns mit Fremden unterhalten? Warum sind Unterschiede zwischen Menschen wichtig für gute Entscheidungen?

Alle dieser TED Talks enthalten Gedanken, die Expats dazu anregen, mehr aus ihrem Aufenthalt zu machen, Dinge in einem anderen Licht zu sehen, wertvolle Erfahrungen zu machen und ausgetretene Pfade zu verlassen. Alle haben eine starke Relevany für Expats.

TED Talks für Expats

1 – John McWhorter: 4 reasons to learn a new language

2 – Pico Iyer: Where is home?

3 – Chris Sheldrick: A precise three word address for every place on earth

4 – Ngozi Okonjo Iweala: On doing business in Africa

5 – Safwat Saleem: Why I keep speaking up even when people mock my accent

6 – Ben Saunders: Why bother leaving the house?

7 – Kio Stark: Why you should talk to strangers?

8 – Simon Anholt: Which country does the most good for the world?

9 – Danny Dorling: Maps that show us who we are not just where we are

10 – Elif Shafak: The revolutionary power of diverse thought

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Skandinavien – offen und liberal?!?

Expat Skandinavien

Es ist schon ein bisschen paradox: Norddeutsche gelten als wortkarg und verschlossen. Dänen hingegen werden als offen und liberal beschrieben. Und das, obwohl sie nur durch eine EU Binnengrenze getrennt sind. Wenn wir Deutschen an Skandinavien denken, haben wir Bilder von gemütlichen, hölzernen Ferienhäusern in weiten Dünen, fahrradfahrenden Großstädtern in puristisch eleganter Kleidung und von Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga im Kopf. Dazu mischt sich gelegentlich noch die eine oder andere Schlagzeile über skandinavische Gesetze zur Gleichstellung von Frau und Mann oder zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Und fertig ist das stereotypische Bild vom offenen und liberalen Skandinavien. Wenn man als Expat Skandinavien erlebt, zeigt sich allerdings ein deutlich differenzierteres Bild. Eines, das man nicht werten sollte, sondern als Kulturerfahrung bewusst wahrnehmen.

Expat Skandinavien ≠ Tourist Skandinavien

Unsere Vorstellung von Skandinavien basiert oft auf Urlaubserfahrungen und Kinderbüchern von Astrid Lindgren. Das Land in dem man Urlaub macht, ist allerdings eine anderes als das, in dem man als Expat arbeitet. Auch wenn es den gleichen Namen hat. Oder anders formuliert: als Tourist lernt man ein Land nur sehr eingeschränkt bzw. verfälscht kennen. Schließlich gibt es im Urlaub kaum Alltagsprobleme und man wird freundlich umgarnt, damit man gut gelaunt, möglichst viel Geld am Urlaubsort lässt.

Die Bücher von Astrid Lindgren hingegen, zeichnen ein ziemlich genaues Bild von Skandinavien. Man muss sie nur richtig lesen. Richtet man den Blick weg von den Helden unserer Kindheit hin zu den erwachsenen Figuren, dann entwickelt sich ein anderes Bild. Astrid Lindgrens Beschreibung ist an vielen Stellen recht nah daran, wie ein Expat Skandinavien skizzieren würde. Die Eltern von Tommy und Annika sind gar nicht liberal, sondern einigermaßen spießig. Die Eltern von Michel, der im Original übrigens Emil heißt, leben in einer hierarchischen Gesellschaft voller Konventionen.

Skandinavien ist beinahe sozialistisch

Skandinavien hat bekanntermaßen vergleichsweise hohe Steuern. Für Expats gibt es zwar teilweise Ausnahmeregelungen, allerdings ändert das nichts am Gesamtbild. Die Steuereinnahmen werden via Gesundheits- und Sozialsystem unter anderem zur Umverteilung genutzt. Das bedeutet zum einen, dass die soziale Schere nicht so weit auseinander geht wie in Deutschland oder gar den angelsächsischen Ländern. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass nach Steuern nicht sonderlich viel übrig bleibt. Wer sich ein bisschen Luxus (also ein Auto oder einen Urlaub) leisten möchte, braucht zwei Einkommen. In der Regel arbeiten in Skandinavien beide Ehepartner. Auf der positiven Seite sorgt das für Gleichberechtigung. Allerdings hat es auch zur Folge, dass es für Expats schwieriger wird, außerhalb des Arbeitsplatz Freundschaften aufzubauen, als in Ländern in denen ein Partner viel Freizeit hat. (Siehe auch: Start im Ausland = erster Schritt zur Scheidung?) Das wiederum kann dazu führen, dass man als Expat Skandinavien als gar nicht so offen und liberal wahrnimmt.

Skandinavier sind schwer zugänglich

Expats in Skandinavien berichten immer wieder, wie schwierig es ist, Zugang zur dortigen, recht verschlossenen Gesellschaft zu finden. Das mag daran liegen, dass Kinder in skandinavischen Ländern praktisch in ein staatlich organisiertes soziales Umfeld geboren werden. Dort organisieren viele Kommunen sogenannte Müttergruppen in denen sich die Eltern von Neugeborenen treffen und ihre Erfahrungen austauschen. Oft bilden diese Müttergruppen auf Lebenszeit den Kern des Freundes- und Bekanntenkreises der Kinder. Dieser wird später durch Schulklassen und ein aktives Vereinsleben komplettiert. Skandinavier haben starke, gewachsene soziale Netzwerke. Fremdsprachige Expats sind darin eher störend. Aber ist das in Deutschland wirklich anders?

So mancher Skandinavien Expat muss sein Skandinavienbild revidieren. Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum man als Expat Skandinavien auswählen sollte. Schließlich geht man auch deshalb ins Ausland, um neue Erfahrungen zu machen, um Vorurteile zu überwinden und um Dinge von einem anderen Blickwinkel zu sehen.

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Welcher Expat Typ bist du?

Expat Typen

Nach ein paar Stationen im Ausland erkennt man immer wieder die gleichen Expat Typen. Viele Expats passen irgendwie in dieses Raster. Das gilt auch für die Freunde und Bekannte, die man im Ausland kennenlernt. Der Jochen ist übrigens der klassische … . Und die Patrizia ist ganz klar ein … .

Der Glücksritter

Die Börsen im Sultanat Kometistan kennen nur eine Richtung: aufwärts. Kein Wunder, seine Bodenschätze sind begehrt, die Petro-Dollars sprudeln und der Bürgerkrieg ist auch seit fast 4 Monaten beendet. In der Hauptstadt gibt es jede Menge neureiche Oligarchensprösslinge. Der Glücksritter wittert seine Chance auf das große Geschäft, das schnelle Geld, den dicken Sportwagen. Seinen Job zuhause hat er sowieso gerade verloren. Zwölf Jahre später steht er immer noch kurz vor dem großen Durchbruch.

Der Feuerwehrmann

Wo immer es brennt, wird dieser Expat Typus von seinem Arbeitgeber eingesetzt. Die Umsätze in Südamerika brechen ein, die Qualität der Produktion in Asien lässt rapide nach, die neue Niederlassung kommt nicht in Fahrt – schon heißt es: „Koffer packen“. Nervenaufreibende 3 oder 6 Monate später, wenn das Problem behoben ist, geht es wieder zurück. Auf den Feuerwehrmann – respektive die Feuerwehrfrau – ist Verlass.

Der Lebenslauf-Tuner

Ein bisschen Auslandserfahrung im Lebenslauf macht sich immer gut. Besonders dann, wenn der Job-Titel, den man sich im Ausland auf die Visitenkarte schreiben darf, einigermaßen seniorig klingt. In der Zweigniederlassung in einem eher kleinen Markt wird man eben leichter Leiter von irgendwas als im Kernmarkt zuhause. Dort kann der Lebenslauf-Tuner aber behaupten, dass er den Job ja schon mal gemacht hat.

Der Aufseher

Die strategische Investition in das Joint Venture mit dem asiatischen Staatskonzert war eine der wichtigsten Weichenstellungen des vergangenen Jahrzehnts. Aber den geschätzten Vertragspartnern kann man natürlich nicht trauen. Schon gar nicht bei den Finanzen. Diese Schlüsselstelle wird mit untadeligen Europäern oder Amerikanern besetzt. Und ein paar andere noch dazu – nur für den Fall, dass einer der Aufseher den Verlockungen der lokalen Marktwirtschaft verfällt.

Der Exilant

War aber auch blöd gelaufen damals. Der kleine Kunstfehler. Die bescheuerte Szene auf dem alljährlichen Kongress. Die Fehlinvestition, über die sich die ganze Branche das Maul zerreißt. Der Ruf war ruiniert und die Karriere jäh beendet. Obwohl – einige Flugstunden entfernt gilt der Fachmann aus Deutschland als hochkompetent. Ist er ja auch. War halt blöd gelaufen damals.

Der Berufene

In der deutschen Niederlassung des internationalen Konzerns hat er mehrfach seine Ziele übererfüllt und wurde mit Awards überschüttet. Growth Hacking und Kundenfokus waren die Basis für seinen Erfolg. Genau so einen brauchte man in der Konzernzentrale. Dort verwaltet er jetzt seine Nische und liefert sich politische Kämpfe mit anderen Expat Typen, die in ihrem Heimatland auch überragende Leistungen gezeigt haben. Aber das war ja quasi in der Regionalliga und hier ist die Champions League.

Der Gestrandete

Verliebt bis über beide Ohren war er damals. So verliebt, dass er seinen gut bezahlten Job und die schicke Wohnung gekündigt hat und seiner großen Liebe hinterher reiste, als sie nach dem Auslandssemester in ihre Heimat zurückzog. Verrückt fand er das gar nicht. Es folgte ja auch die schönste Zeit seines Lebens. Schnell fand er einen Job in einem Hotel – mangels Sprachkenntnisse war nix anderes zu finden. Blöd halt, dass seine Angebetete nach 8 Monaten einen anderen hatte. Und dass der Job nicht genug für die Heimreise abwirft, ist auch nicht optimal.

 Der digitale Nomade

Seine App verkauft sich 2000 mal im Monat. Und seine 7 Affiliate Webseiten sorgen für ein kontinuierliches passives Einkommen. Für eine Wohnung in Hamburg reicht es zwar nicht. Aber da ist das Wetter eh beschissen. Das Café auf Bali bietet alles, was sein Arbeitsplatz haben muss: WLAN. Und der geniale Grafiker aus Korea ist auch fast jeden Tag da. Den wird er richtig vermissen, wenn es nächsten Monat weitergeht nach Kambodscha.

 

Und? Welcher dieser Expat Typen bist du?

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Der Expat Soundtrack

Expat Soundtrack

Der „Soundtrack of your Life“ eines Expats ist nicht komplett ohne folgende Songs. Manche erschließen sich erst als Expat richtig. Andere erscheinen in einem neuen Licht und entwickeln für Expats eine andere Bedeutung oder starke Emotionen.

New York, Rio, Rosenheim

Expats sind Weltbürger inmitten der Globalisierung und mit Wurzeln irgendwo der Provinz oder irgendeiner kleineren oder größeren Stadt. Und zu diesem Heimatort hat jeder eine ganz spezielle Beziehung. Mal romantisch…

It never rains in Southern California

Der Klassiker von Albert Hammond. Ein Loblied an die Sonne Kaliforniens. Von wegen. Der Song erzählt die tragische Geschichte von einem, der nach Kalifornien zog, um den amerikanischen Traum zu leben. Und der trotz seines Scheiterns die Hoffnung nicht aufgeben will. (siehe auch: Kostenfallen & Risiken für Expats)

Big in Japan

Musiker kennen das Phenomen, dass eine Band in ihrem Heimatland absolut unbekannt, aber auf der anderen Seite des Globus eine große Nummer ist. Der Cineast kennt das aus dem Oskar-prämierten Film „Searching for Sugar Man“. Expats kennen ein ähnliches Phenomen: im Ausland Country Manager, zuhause stellvertretender Leiter der Fachabteilung 7c. Oder etwas salopper: „Im Ausland ein Fürstchen, zuhause ein Würstchen“.

Dirty old town

… mal eher eine Hassliebe. Selbstverständlich gibt es auch Expats, die froh sind, dem „Drecksloch“ an dem sie aufgewachsen sind, endlich entflohen zu sein.

One pound fish

Muhammad Shahid Nazir, pakistanischer Expat im Osten Londons verkauft auf dem Queen’s Market günstigen Fish und preist ihn mit seinem Gesang an. Ein Passant, der filmt ihn dabei und stellt den Clip auf Youtube. Ein paar Millionen Views später tritt er in der Sendung X-Factor auf, erhält er einen Plattenvertrag, nimmt eine Bollywood Version auf und bewirbt Mobilfunkverträge.

Griechischer Wein

Ein starker Song aus einer Zeit, in der Expats „Gastarbeiter“ hießen. Udo Jürgens zeichnet erstaunlich präzises Bild der Emotionen, die vieler Langzeit-Expats entwickeln. Oft ist ja eine gute Portion Melancholie dabei, obwohl man heute schneller um die halbe Welt fliegen kann, als man in den 70er Jahren mit dem Zug über die Alpen fahren konnte.

You wanna be Americano

Im Original von Renato Carosone, interpretiert von einer ganzen Reihe wie Sophia Loren, Ray Gelato, Adriano Celentano, Brian Setzer, Lou Bega, über Dick Brave bis hin zu Yolanda be cool. Im Kern behandelt der Song auf humorvolle Weise das schwierige Thema Integration bzw. Assimilation.

Englishman in New York

Auch nach Jahren als Expat kann man seine Herkunft nicht verbergen. Nicht nur Engländer, auch Deutsche im Ausland erkennt sofort – egal ob mit oder ohne Socken in den Sandalen.

Where the street have no names

Der Titel täuscht. Es geht nicht um einen fernen Ort und die Sehnsucht dorthin. Es geht um Belfast und die Tatsache, dass dort die Straße, in der jemand wohnt, enorm viel über sein Einkommen und eine Religion aussagt. Trotzdem muss ein Song mit diesem Titel einfach in den Expat Soundtrack.

Mahalageasca (Bucovina Dub)

Ist das nicht der Titelsong von Borat? Ja genau. Und er war ja quasi auch ein Expat. Abgesehen davon hat die Nummer einen ziemlich geilen Groove. Produziert wurde das Stück von Shantel in Zusammenarbeit mit der Blaskapelle Mahala Rai Banda. Fette Balkan Beats, die direkt in die Magengrube gehen.