Was haben Dubai und Daisytown gemeinsam?

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Daisytown Dubai

Polternd rollt der Planwagen durch die staubige Straße. Es ist die einzige Straße in dieser Stadt. An ihrem Ende verschwindet die rote Sonne hinter dem Horizont. Der Fahrer zieht an den Zügeln, springt vom Kutschbock und bindet die Pferde an der Tränke an.  Er ruft eine kurze Anweisung in das Innere des Wagens: „Wartet“. Kurz darauf geht er in den Saloon, fragt nach einer Unterkunft und wo man ein Wagenrad reparieren kann. Für die nächsten Tage ist Daisytown das Zuhause seiner Familie. Im Saloon, der Kirche und beim Barbier finden sie schnell Freunde. Dann geht es weiter westwärts. Am Ende einer Tagesreise wartet einen neue staubige kleine Stadt auf sie.

Expats bleiben zwar länger als ein paar Tage in ihren Metropolen. Im Durchschnitt sind es ca. 3 Jahre. Trotzdem müssen sie sich ständig ein neues soziales Umfeld suchen. Kaum hat man Freunde gefunden, ist deren Entsendung zu Ende und sie ziehen zurück nach Deutschland oder weiter zur nächsten Expat-Station.

Das Gute ist, dass es in Städten mit vielen Expats (wie Singapur oder Dubai) eine regelrechte Infrastruktur für den Aufbau und die Erneuerung eines Freundeskreises gibt: Coffee Mornings der deutschen Community, den German Emirats Club oder deutsche Kirchengemeinden, die auch für weniger Gläubige offen sind.

Ein bisschen offen dafür, Fremde anzusprechen bzw. sich ansprechen zu lassen, muss man trotzdem sein.

Expat in Los Angeles, Dubai und Kopenhagen.

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